Unser Foto: S. Bürger, Einrichtungsleiterin der Bezirksregierung Arnsberg, U. Schröder-Hörster vom Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V., CDU-Landtagsabgeordneter W. Lohn, J. Peter, Leiterin der ZUE für die Johanniter-Unfall-Hilfe e. V., CDU-
Unser Foto: S. Bürger, Einrichtungsleiterin der Bezirksregierung Arnsberg, U. Schröder-Hörster vom Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V., CDU-Landtagsabgeordneter W. Lohn, J. Peter, Leiterin der ZUE für die Johanniter-Unfall-Hilfe e. V., CDU-
An der landesweiten „Woche des Respekts“ hat sich heute der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Werner Lohn beteiligt und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Johanniter-Unfallhilfe in der ZUE in Rüthen Dank, Respekt und Anerkennung für ihre großen Leistungen in der Flüchtlingsbetreuung ausgesprochen. Seit über 2 Jahren betreiben die Johanniter dort die ZUE zur vollsten Zufriedenheit von Stadt, Bürgerinnen und Bürgern sowie insbesondere zum Wohle der über 13.000 Flüchtlinge, die dort jeweils für einige Wochen bzw. Monate untergebracht waren.

Leider wurde der Vertrag mit den erfolgreichen Johannitern von der Bezirksregierung Arnsberg nicht verlängert und läuft bereits zum 31.12.2016 aus.

Erst ab dem 01.03.2017 wird, so die Entscheidung der Bezirksregierung, das Großunternehmen European Homecare (EHC) die ZUE betreiben. Ob bei der Auswahlentscheidung die über 2 Jahre sehr guten Erfahrungen mit den Johannitern dabei ausreichend gewürdigt wurden, ist zweifelhaft. Der Grund des heutigen öffentlichen Anschreibens an Herrn Minister Jäger ist jedoch nicht das Zustandekommen der Auswahlentscheidung, sondern der kritikwürdige Umgang Ihres Hauses mit den über 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Johanniter-Unfallhilfe und auch den ca. 50 Beschäftigten des Wachdienstes, des Caterers sowie der Reinigungsfirma, die im Auftrag der Johanniter arbeiten.

„Heute musste ich dann –bezeichnenderweise in der Woche des Respekts- von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erfahren, dass sie auch sechs Wochen vor dem Auslaufen des Vertrages mit den Johannitern immer noch nicht wissen, ob sie für die Übergangszeit bis zum 01.03.2016 weiter beschäftigt werden, ob sie von EHC übernommen werden oder ob sie von Ihnen in die Arbeitslosigkeit entlassen werden,“ erklärt Lohn.

Bereits am 26. August 2016 hat die Bezirksregierung Arnsberg den Johannitern im Rahmen eines Vergabegespräches mitgeteilt, dass die Entscheidung über eine Weiterbeschäftigung im Falle einer Nichtverlängerung des Vertrages in Ihrem Haus dem Ministerium für Inneres und Kommunales (MIK) getroffen werde. Am 27.10.2016 teilte die Bezirksregierung den Johannitern auf Nachfrage mit, dass das MIK immer noch keine Entscheidung getroffen habe. Das wurde am 31.10.2016 nochmals per Email bestätigt, bevor dann am 01.11.2016 die Auswahlentscheidung zu Gunsten von EHC veröffentlicht wurde.

Heute Morgen gab der zuständige Abteilungsdirektor der BR Arnsberg dann die Auskunft, dass er „guter Dinge“ sei, dass die Johanniter-Unfallhilfe für den Übergangszeitraum vom 01.01. bis 28.02.2017 einen Anschlussauftrag bekäme. Nur 20 Minuten später teilte die Sachbearbeiterin der Bezirksregierung dann per Email an die Johanniter-Unfallhilfe trotzdem mit, dass sie noch immer auf eine Entscheidung aus dem Ministerium warte, sie aber hoffe, dass die Entscheidung bis zur kommenden Woche dann im MIK fallen werde.

Lohn: „So darf insbesondere ein öffentlicher Arbeitgeber nicht mit seinen Beschäftigten umspringen. Das ist entweder Gutsherrenart oder Organisationsversagen zur Lasten von über 90 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und deren Familien. Das ist exakt das Gegenteil von wertschätzender Verantwortung und dem, was die Landesregierung, übrigens erst über vier Jahre nach der ersten Ankündigung von Ministerpräsidentin Kraft, mit der Woche des Respekts erreichen will. Ich bitte Sie also, damit die betroffenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen „Ihre Woche des Respekts“ nicht als blanken Hohn betrachten, schnellstmöglich um eine rechtsverbindliche Mitteilung an die Johanniter-Unfallhilfe, dass sie von Ihnen einen Anschlussauftrag bis einschließlich 28.2.16 bekommen. Meines Erachtens ist nur so ein geordneter Übergang auf den neuen Betreiber möglich, wenn nicht Flüchtlinge und Bürgerinnen und Bürger der Stadt Rüthen die Leidtragenden Ihrer nicht akzeptablen Desinformationspolitik werden sollen.“

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