„Möchten Türöffner für die heimische Wirtschaft sein“

CDU-Kandidaten Blöming und Thies öffnen sich den Belangen der Unternehmen

Mit Industrie 4.0 und neuen EU-Vorgaben stehen auch der Wirtschaft im Kreis Soest weltwirtschaftliche Veränderungen ins Haus. Dass Unternehmen und Politiker den konstruktiven Austausch suchen, zeigt das Arbeitsgespräch der CDU-Kandidaten Hans-Jürgen Thies (Bundestag, Kreis Soest) und Jörg Blöming (Landtag, Wahlkreis Ost) mit dem Betriebsrat und der Geschäftsführung der Anröchter Firma Federn Brand. Federn Brand stellt seit 1922 Stahlfedern für den Automotivbereich und Industrietore her. Man stehe vor einem Riesenumbruch, betonen Betriebsrat und Geschäftsführung mit Sven und Björn Schroer.

Als Komponentenlieferant stehe man am Ende der Kette. Den Kostendruck kompensiere das Unternehmen durch zusätzliche, in der Entlohnung günstigere Standorte in Mexiko, China und Polen. Eine Automatisierung in Deutschland ginge zu Lasten der Belegschaft im Bereich der Leiharbeit. Am Status Quo der Festangestellten wolle man bei Brand nicht rütteln. Ziel müsse sein, die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu generieren. Dazu gehörten die Übernahme in ein sicheres Arbeitsverhältnis und die Angleichung der Lohnstruktur.

Weitere Themen waren der Ausbau der Infrastruktur und die Digitalisierung. Die Politiker sagten ihre Unterstützung zu. Sie wollen sich dafür einsetzen, positive Rahmenbedingungen sowohl für die Unternehmen als auch die Belegschaft zu setzen. Hier denke man auch an das Einholen von Fördermitteln für die Anschubfinanzierung aus Bundesfördertöpfen. „Wir möchten Türöffner für die heimische Wirtschaft ein“, so Hans-Jürgen Thies und Jörg Blöming, die sich eine engere Verzahnung von Bundes- und Landespolitik sowie einen vertrauensvollen Austausch mit den Unternehmen wünschen.

„Mit dem Wunsch nach einer selbstbestimmten und flexiblen Arbeitswelt, die Familie und Beruf besser vereinbart, müssen Unternehmen die Möglichkeit bekommen, entsprechende Arbeitszeitregelungen und Arbeitszeitmodelle umzusetzen. Hier sind abseits gesetzlicher Regelungen auch die Eigenverantwortung der Unternehmen auf betrieblicher oder überbetrieblicher Ebene gefragt“, so die beiden CDU-Politiker.

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