Bernhard Schulte-Drüggelte informierte sich über Regionalprojekt – Steilvorlage für Kompetenzzentrum

Unser Foto zeigt v.l.n.r.: Dr. Ulrich Dornau, Wilhelm Coprian und Bernhard Schulte-Drüggelte MdB.
Unser Foto zeigt v.l.n.r.: Dr. Ulrich Dornau, Wilhelm Coprian und Bernhard Schulte-Drüggelte MdB.

„Die Regionale ist eine Steilvorlage für unser Kompetenzzentrum Fahrzeug-Elektronik“, stellten die Geschäftsführer des CARTECs Lippstadt, Wilhelm Coprian und Dr. Ulrich Dornau, bei einem Gespräch mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Bernhard Schulte-Drüggelte voran. Der Parlamentarier besuchte jetzt im Rahmen seiner Sommertour auch das CARTEC. Die Sommertour steht in diesem Jahr unter der Überschrift „Energiewende“. Dabei stehen Visiten bei Unternehmen und Institutionen auf dem Programm, die sich mit Erneuerbaren Energien oder Energieeffizienz beschäftigen. „Ich bin hier, um mich zu informieren, was in diesen Bereich im Kreis Soest alles passiert“, führte Schulte-Drüggelte aus.


Ziel des Kompetenzzentrums ist die Unterstützung der Wirtschaft bei der Umstellung vom konventionellen auf den elektrischen Antrieb bei Fahrzeugen. Die Begründung liege auf der Hand, machte Wilhelm Coprian deutlich: Der Bund habe angekündigt, dass bis zum Jahr 2020 in Deutschland eine Million Elektrofahrzeuge fahren sollen. Die Kapazität der Energiespeicher in den Fahrzeugen reiche heute aber nur für Kurzstrecken. In der Entwicklung der Energiespeicher stecke zudem ein großes wirtschaftliches Potential. China habe erkannt, dass „ein großer Markt entsteht. Wir müssen alles dafür tun, dass wir die Technologieführerschaft erhalten und möglichst weit ausbauen.“

Dr. Dornau ergänzte: An der Elektromobilität führe auf Dauer kein Weg vorbei. Gründe dafür seien die Folgen des Klimawandels und die zunehmende Ressourcenknappheit. „Auch in Zukunft werden die Menschen mobil sein wollen und müssen, aber die Mobilität wird elektrisch erfolgen.“ Gemeinsam mit verschiedenen Projektpartnern wolle man in diesem Bereich Fortschritte erreichen. Partner seien dabei die Fachhochschulen in Lippstadt und Soest sowie einige Unternehmen.

Das Kompetenzzentrum, so Dr. Dornau, werde eine Vielzahl von Serviceleistungen zur Verfügung stellen, um die Entwicklung neuer Bauteile, Komponenten und Systeme voranzutreiben. Dabei nannte er den Klima-/Rollenprüfstand, Labore für Hochvolt-Bordnetze und Batterien sowie die Qualifizierung von Personal und natürlich die entsprechenden Räumlichkeiten. Dadurch würden am Standort insgesamt über acht Millionen Euro investiert. Finanziert würde das Projekt durch Zuschüsse vom Land und Europa sowie durch die Industrie. Nach drei Jahren Anlaufzeit, solle sich das Kompetenzzentrum Fahrzeug-Elektronik selber tragen, so Coprian. Schulte-Drüggelte wies auf die umfangreichen Fördermöglichkeiten durch den Bund für Forschungen zur Steigerung der Energieeffizienz hin.

Gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum in Attendorn, mit dem Schwerpunkt Karosserie-Leichtbau, bilden die Lippstädter Aktivitäten das Regionale-Projekt „Automotive Kompetenzregion Südwestfalen“. Im Frühjahr hat das Projekt den „dritten Regionale-Stern“ erhalten, womit die „Realisierung und die finanzielle Förderung bescheinigt wurde“. Ausgangspunkt der Überlegung war, dass viele Automobilzulieferer bereits heute weitreichende Entscheidungen zu treffen haben, um die Anforderungen für die Elektroautos und Hybridfahrzeuge zu erfüllen.


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