CDU-Fraktion: Keine Windräder im Arnsberger Wald

Auch die CDU-Kreistagsfraktion hat offiziell Einwendungen gegen den geplanten Windpark im Arnsberger Wald erhoben. Die Eingabe wurde von den drei Warsteiner CDU-Kreistagsmitgliedern Gregor Dolle, Stephan Dobat und Hermann-Josef Nürenberg initiiert. In dem Ende des letzten Jahres an die Kreisverwaltung gerichteten Schreiben heißt es gleich zu Beginn: „die Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion beziehen als gewählte Vertreter der Bürgerinnen und Bürger des Kreises Soest geschlossen Stellung und erheben Einwendungen“ zu den geplanten Windkraftanlagen.

Sie begründen ihren Einspruch damit, dass der Arnsberger Wald ein Naherholungsgebiet mit überörtlicher Bedeutung darstelle. Wanderwege, Radwanderwege und Aussichtstürme dienten dem Naturerleben im größten zusammenhängenden Waldgebiet Nordrhein-Westfalens.

Wesentliche Ziele des mit öffentlichen Mitteln geförderten Zweckverbandes Arnsberger Wald sei der Schutz und die Pflege der Landschaft und der Natur sowie eine schonende und nachhaltige Bewirtschaftung unter Einbeziehung touristischer Aspekte.

In dem von Fraktionschef Ulrich Häken (Ense) unterzeichneten Schreiben wird kritisiert, dass die 15 Windräder mit einer Höhe von 236 Metern das Landschaftsbild zerstören würden. Auch würde der Windpark im drastischen Widerspruch zur „Sauerland Waldroute“ stehen. Die Waldroute werde mit den Begriffen „mystisch“ „natürlich“ und „dicht zusammenhängenden Wäldern“ beworben. Die Windräder würden das Tourismuskonzept des Kreises konterkarieren, so die Christdemokraten. Von einer intakten und abwechslungsreichen Naturlandschaft könne nicht mehr gesprochen werden, wenn der Arnsberger Wald von Windrädern dominiert würde, die die Höhe von Wolkenkratzern in Großstädten hätten. 

Abschließend bemängeln die CDU-Kreispolitiker: „Eine jahrhundertalte Natur- und Kulturlandschaft, in der die Kirchtürme die höchsten gebauten Erhebungen darstellen, würde vollkommen umgestaltet. Die Beeinträchtigungen der Naherholungsfunktion, des Tourismus und der Artenvielfalt stellen für uns eine unzulässige Beeinträchtigung der öffentlichen Belange des Kreises Soest dar. Deshalb erheben wir in aller Form Einwendungen gegen das geplante Bauvorhaben.“


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