Jeder Bürger einen Baum

 „Nicht nur fordern, sondern handeln!“, ist eine zentrale Botschaft, die vom CDU-Kreisparteitag in Warstein-Belecke ausgeht. Dort standen nicht nur die turnusmäßigen Vorstandswahlen auf dem Programm, sondern auch der Start des CDU-Projekts „Jeder Bürger einen Baum“. Um Klimawandel und CO2-Ausstoß zu begegnen, wollen die Christdemokraten erreichen, dass bis 2030 im Kreis Soest 301.902 Bäume gepflanzt werden – pro Bürger ein Baum. Gefragt sind aber nicht nur der Kreis Soest und seine Städte und Gemeinden, sondern jeder Bürger selbst.

 Das Projekt wurde als Antrag von Bad Sassendorfs Bürgermeister Malte Dahlhoff auf dem Parteitag vorgestellt: Die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Soest werden aufgerufen, mitzumachen, alte Bäume zu erhalten und neue Bäume zu pflanzen. Dabei stehen insbesondere private Flächen im Fokus. Anstelle von staatlichen Ge- oder Verboten - wie die Grünen es ausschließlich formulieren – beabsichtigen die Christdemokraten die Eigentümer zu gewinnen, aus eigenem Antrieb in ihren eigenen Gärten eigene Bäume zu pflanzen oder Bürgerwälder zu unterstützen. „Nur wenn auch die Bürgerinnen und Bürger selbst Verantwortung übernehmen, können wir dem Klimawandel begegnen. Einen Baum zu pflanzen, wäre ein guter erster Schritt“, stellt CDU-Kreisvorsitzender Heinrich Frieling fest.

Dabei sollen die CDU-Vorstände vor Ort und die CDU-Fraktionen in den Stadt- und Gemeinderäten örtlich angepasste Initiativen ergreifen und ausbauen, so dass beispielsweise gemeindeeigene Flächen nachhaltig wieder aufgeforstet und neue Standorte zur Verfügung gestellt werden. Denkbar sind auch Sammelbestellungen oder Baumpatenschaften für diejenigen, die keine geeigneten Flächen haben.

Unterstützung bezüglich Wald- und Pflanzenkenntnissen, z. B. welche Baumarten in welcher Region des Kreisgebiets zum jeweiligen Bodentyp passen oder welche Bäume zur Förderung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt besonders geeignet sind, können die Projektteilnehmer über die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, die Kreisjägerschaft sowie die jeweiligen Hegeringe vor Ort erhalten.

„Es war vor gut zehn Jahren die CDU-Kreistagsfraktion, die den Klimaschutz ganz oben auf die Agenda des Handelns des Kreises gesetzt hat“, so Malte Dahlhoff, „Heute haben wir im Kreis Soest, in enger Abstimmung mit den Städten und Gemeinden, ein vorbildliches Klimaschutzkonzept erarbeitet und setzen es um.“

„Ein gutes Zeichen“, befanden die CDU-Mitglieder auf dem Parteitag und stimmten dem Antrag einstimmig zu.

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