Rund 200 Landwirte im konstruktiv-kritischen Austausch mit heimischen CDU-Vertretern

 Bis auf den letzten Platz gefüllt war der große Saal des Hauses Rasche-Neugebauer in Bad Sassendorf. Der Einladung des Landtagsabgeordneten Heinrich Frieling, des Bundestagsabgeordneten Hans-Jürgen Thies und Georg Busemanns, Kreisvorsitzender des CDU-Agrarausschusses, zum agrarpolitischen Forum waren rund 200 Landwirtinnen und Landwirte aus dem ganzen Kreis Soest gefolgt.

 „Die aktuellen bundesweiten Proteste zeigen ganz klar die bestehenden Sorgen und Nöte der Landwirte auf. Wir, als heimische Abgeordnete und CDU-Vertreter, wollen mit einem solchen Format aktiv zu einem konstruktiven Austausch mit der Landwirtschaft beitragen und ins Gespräch über die brennenden Themen kommen. Das große Interesse macht deutlich: Es ist besser miteinander zu reden, statt übereinander“, so der CDU-Kreisvorsitzende Heinrich Frieling.

Themen, die in Bad Sassendorf dabei zur Sprache kamen, waren beispielsweise eine Überprüfung des Messstellennetzes, welches der Beurteilung der Beschaffenheit des Grundwassers unter anderem im Hinblick auf Nitrat dient, die aktuelle Diskussion um die Düngeverordnung, aber auch fehlende Wertschätzung gegenüber der tagtäglichen Arbeit der Landwirtinnen und Landwirte.

Auch auf das „Aktionsprogramm Insektenschutz“ des Bundes wurde im Rahmen des rund dreistündigen Dialogs eingegangen. Der direkt gewählte heimische Bundestagsabgeordnete, Hans-Jürgen Thies, machte dabei deutlich: „Die geplante Einschränkung von Pflanzenschutzmitteln in Vogelschutzgebieten hätte für die Landwirte im Kreis Soest verheerende Folgen. Ich setze mich ausdrücklich dafür ein, dass das Aktionsprogramm Insektenschutz in seiner jetzigen Form nicht im Deutschen Bundestag verabschiedet wird.“

Zum Abschluss des Abends zog Heinrich Frieling ein positives Fazit: „Die Landwirte haben es verdient, dass Fragen, die ihre persönliche Existenz betreffen, mit der notwendigen Fachlichkeit betrachtet werden. Abende wie diese können auf der politischen Ebene dazu beitragen. Notwendig ist jedoch auch eine Versachlichung der Debatte in der breiten Öffentlichkeit. Es ist eine Frage des Respekts, unsere Landwirtinnen und Landwirte anzuhören und ihnen nicht ständig einseitig den schwarzen Peter zuzuschieben.“

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