CDU will Ausbildungsquote von Pflegefachkräften erhöhen

Foto: Christiane Lang
Foto: Christiane Lang
 Das Schlagwort vom Pflegekräftemangel ist mittlerweile politisches Allgemeingut. Um den Pflegefachkräftemangel zu begegnen ist ein ganzes Bündel an Maßnahmen erforderlich. Ein Baustein steht nun im Fokus der CDU-Kreistagsfraktion. Kreistagsmitglied und CDU-Sozialexperte Stephan Dobat will die hohe Zahl von Abbrechern in der Ausbildung zur Pflegekraft senken.

 Die Zahl der Abbrecher sei in den letzten Jahren stark gestiegen. Dafür seien einerseits die hohen fachlichen Anforderungen des Ausbildungscurriculums, andererseits soziale Probleme einzelner Auszubildender verantwortlich, stellt Dobat fest. Deshalb soll die Kreisverwaltung nun prüfen, ob es einen Bedarf für eine Sozialarbeiterstelle in den einzelnen Pflegeschulen des Kreises gibt. An den Berufskollegs würde es bereits Sozialarbeiter geben, an den Fachseminaren und Pflegeschulen bisher nicht.

Die Unterstützung durch ausbildungsbegleitende Hilfen der Bundesagentur für Arbeit sieht die CDU als sinnvoll an.  So könnte beispielsweise eine fachspezifisch, zentral organisierte Nachhilfe wesentlich effektiver und für die Schulen unkomplizierter erfolgen, regt CDU-Fraktionschef Ulrich Häken an.

Die CDU möchte von der Kreisverwaltung wissen, wie stark die Auszubildenen bisher die Unterstützung durch die Bundesagentur für Arbeit im Rahmen der ausbildungsbegleitenden Hilfen in Anspruch genommen haben. Zudem ist für die CDU interessant zu wissen, wie hoch aktuell der Bedarf an praktischen Ausbildungsstätten ist und welche Möglichkeiten es gibt, um die Zahl der praktischen Ausbildungsstätten zu erhöhen.

Wie Stephan Dobat beobachtet hat, bilden einige Fachseminare deutlich unter ihrer Kapazität aus. Die Gewinnung bisher nicht ausbildender Klinik- und Pflegebereiche für die notwenigen Praxiseinsätze würde zu einer Entspannung dieser Situation und auf Dauer für mehr Pflegekräfte sorgen.

Nach oben