V.l.n.r.: Dr. Bernhard Reilmann, Ulrich Häken, Rita Diers und Stephan Dobat
V.l.n.r.: Dr. Bernhard Reilmann, Ulrich Häken, Rita Diers und Stephan Dobat
Kreis Soest. „Wir müssen gemeinsam drastisch unsere Bemühungen erhöhen, um die Pflegesituation im Kreis Soest zu verbessern und für die Zukunft zu sichern. Wenn wir nicht deutlich mehr Menschen für Pflegeaufgaben gewinnen und mit notwendigen Kompetenzen ausstatten, dann droht uns nicht nur ein Pflegenotstand, sondern auch ein Konflikt der Generationen im Umgang mit unbestrittenem Anspruch von Pflege und der Realität im Bereich der Pflege," so der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Kreis Soest, Dr. Bernhard Reilmann.

Er nahm dabei Bezug auf einen Workshop der Kreistagsfraktion im Mariannenkrankenhaus in Werl, an der u.a. Claudia Middendorf (Beauftragte der Landesregierung NRW für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten) Lutz Gmel (Vorstandssprecher des Caritas-Kreisverbands) und Rita Diers (Pflegedirektorin Mariannen-Hospital Werl) über ihre täglichen Erfahrungen berichteten. Dabei war auch der Kreisvorsitzende Heinrich Frieling, Landtagsabgeordneter der heimischen CDU, der die Ziele der Landes-CDU darstellte.

Als Erfolg für qualitative Pflege der Zukunft wertete Rita Diers die Einrichtung einer Pflegekammer durch das Land, damit Pflegerinnen und Pfleger endlich ein Forum haben, Ihre Vorstellungen und Wünsche zu formulieren und in den politischen Prozess einzubringen.

Die CDU-Kreisfraktion hat in einer folgenden Fraktionssitzung die Erkenntnisse aus diesem Workshop aufgearbeitet und einen bereits 2019 erarbeiteten Antrag an den zwischenzeitlich durch die Corona-Pandemie eingetretenen Erkenntniszuwächsen überarbeitet, präzisiert und aktualisiert.

Stichwortartig sind die Schwerpunkte des von der CDU geforderten „Konzeptes der Pflege für die Zukunft im Kreis Soest"

- ausreichend Pflegeeinrichtungen ambulant und stationär für die unterschiedlichsten Anforderungen der Pflege ausgestattet mit dem erforderlichen Fachpersonal vorzuhalten.

- reichlich Aus- und Fortbildungs- aber auch Umschulungsplätze und - Angebote in der Pflege im Kreis Soest zu haben, die einen Mehrbedarf der Zukunft deutlich abdecken,

- unkomplizierter Zugang und Unterstützung für die Betroffenen zu Pflegedienstleistungen und Angebote von Präventionsmaßnahmen für die Betroffenen zu schaffen, um Teilhabe am Leben zu sichern und Vereinsamung zu vermeiden. Dazu zählt auch, technische und digitale Hilfen zur Erleichterung von Pflegemaßnahmen zu fördern und zu entwickeln.

Die CDU will durch Erstellung eines umfassenden Konzeptes für die Pflege im Kreis Soest den Pflegebedarf der Zukunft sichern und eine deutliche Steigerung der Bedeutung und des Ansehens der Dienstleistungen der Pflege und der Menschen, die diese erbringen, erreichen. Dazu zählt ein Umdenken, das sich von den rein rechnerisch ausreichend operativ und wirtschaftlich zu erbringenden Pflegedienstleistungen sowie der Verfügbarkeit von Pflegepersonal und Pflegeeinrichtungen hin zur Wertschätzung und auch Honorierung dieser Arbeit spannt.

In großer Vielfalt wird Pflege von ausgebildetem Pflegepersonal und von Unterstützungskräften bis zu häufig in Vergessenheit geratenen Familienangehörigen an den unterschiedlichsten Einsatzorten erbracht. Dies bedarf dringlich auch einer breiten Förderung im Kreis Soest.

Fraktionschef Ulrich Häken, der gesundheitspolitische Sprecher Dr. Bernhard Reilmann und der sozialpolitische Sprecher Stephan Dobat wollen mit dem Antrag erreichen, dass ein umfassendes Zukunftskonzept durch die Kreisverwaltung im Diskurs mit allen Beteiligten zum Wohle der Bürger im Kreis Soest erarbeitet und vorgelegt wird.

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