Werner Lohn zu Feuerwehr Erwitte: Warum darf die Erwitter Feuerwehr nicht im Hochwassergebiet helfen?

Werner Lohn MdL
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Die CDU-Landtagsfraktion fordert Innenminister Jäger auf, dem Innenausschuss zu berichten, warum die Landesregierung der Freiwilligen Feuerwehr Erwitte die Hilfe in den Hochwassergebieten in Aken (Sachsen-Anhalt) untersagt hat. Der CDU-Kommunalexperte Werner Lohn, zugleich Wahlkreisabgeordneter im Kreis Soest, kritisierte das Vorgehen der Landesregierung: „Auf den letzten Drücker hat ein Vertreter der Landesregierung den freiwilligen Helfern die rote Karte gezeigt. Eine Begründung dafür gibt es in den Medienberichten nicht. Wieso kann und darf nicht unbürokratisch geholfen werden, wenn es eine akute Notlage gibt? »Deutschland ist ein solidarisches Land«, hat Bundespräsident Gauck bei seinem gestrigen Besuch in Halle gesagt. Das Agieren der Bezirksregierung ist das genaue Gegenteil.“


Aus Sicht Lohns sei das Hilfsverbot von NRW-Innenminister Jäger (SPD) nicht nur ein Schlag ins Gesicht für die Freiwilligen der Feuerwehr in Erwitte, sondern auch für alle anderen Hilfsbereiten. Er weist darauf hin, dass nahezu 30 Arbeitgeber ihren freiwilligen Feuerwehrleuten noch am Wochenende für den Hilfseinsatz unbürokratisch freigegeben haben. Minister Jäger habe stattdessen, einen „Paragraphenreiter von der Bezirksregierung“ geschickt, der durch sein arrogantes Auftreten große Enttäuschung und Entsetzen unter den Helfern ausgelöste. „Hochtrabende Reden von Ehrenamt, Hilfsbereitschaft, Solidarität und Partnerschaft zu halten ist das Eine, diese Entscheidung von Jäger stellt allerdings genau das Gegenteil dar“, sagte Lohn: „Wenn es darum geht, anderen zu helfen, dann sind Bürokratie und Formalismus fehl am Platze.“

 


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