CDU sieht Probleme bei der Pflege

 

„Wenn wir diese Lücke nicht schließen können, werden wir in einigen Jahren schwere gesellschaftliche Verwerfungen bekommen“, so Ulrich Häken (Ense), Chef der CDU im Kreistag. Hintergrund seiner Aussage war das Ergebnis eines Antrags im Kreistag gewesen, dort hatten die Christdemokraten die aktuellen Zahlen für den kompletten Bereich der Pflegesituation im Kreis Soest gestellt. Dezernent Volker Topp und Abteilungsleiter Michael Streich machten keinen Hehl aus der Zukunftsprognose: In ca. 10 Jahren fehlen rund 1.000 Pflegekräfte im Kreis Soest.

 

Derzeit sind ca. 3.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in diesem Bereich tätig, oft in Teilzeit und in 450 € Jobs. In 2028 werden Prognosen zufolge aber mindestens 4.000 Pflegekräfte benötigt. Stephan Dobath (Warstein), CDU-Sprecher im Sozialausschuss, appelliert daher auch an alle betreffenden Betriebe, die Ausbildungsquote zu erhöhen. Dobath:“ Das ist aber nur ein Lösungsansatz, daher finde ich es gut, dass die relevanten Handlungsträger in diesem Bereich jetzt eine Arbeitsgruppe gegründet haben, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen.“

Im Zuge des allgemeinen Fachkräftemangels rechnet die CDU auch in diesem Bereich mit stärkerem Wettbewerb um Mitarbeiter, und daher auch mit steigenden Kosten durch höhere Löhne. Hierzu erklärte Stephan Dobat für seine Fraktion, dass Pflegekräfte gerecht bezahlt werden müssten. Hier bestehe bei der einen oder anderen Einrichtung durchaus noch Nachholbedarf. Ein erster Fortschritt sei der Mindestlohn, aber dass sollte nicht der Orientierungspunkt sein, so Häken. „Wer sich um unsere alten und kranken Mitbürger kümmert, muss auch anständig bezahlt werden!“, so der einhellige Tenor aus der CDU.

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