Schnell ein erstes Zeichen nach dem Bücherbus-Aus setzen

 Die Kreistagsfraktionen von CDU und SPD wollen nach dem Aus des Bücherbusses schnell ein erstes Zeichen setzen. In einem ersten Schritt sollen 20.000 Euro zur Verfügung gestellt werden, die Ortsvorsteher, Vereine und Institutionen abrufen können, um vor Ort Bücherregale einzurichten oder um Dorfbüchereien zu stärken. Großen Wert legen CDU und SPD darauf, dass die Antragstellung und die Abwicklung unbürokratisch und formlos erfolgen. Die finanziellen Mittel sollen noch in diesem Jahr zur Verfügung gestellt werden.

„Nach dem Bürgerentscheid und dem damit verbundenen endgültigen Aus des Bücherbusses werden wir zeitnah unserem Versprechen nachkommen, den Zugang zu Büchern auf anderem Wege zu ermöglichen“, kündigten Ulrich Häken (CDU) und Wilfried Jäger (SPD) für ihre Fraktionen an.

Der noch vorhandene Medienbestand des Bücherbusses soll interessierten Gruppen kostenlos zur Verfügung gestellt werden, lautet eine weitere Forderung.

Doch diese beiden Punkte sind nur ein Aspekt des gemeinsamen Antrags von CDU und SPD, der Ende Oktober im Kreistag behandelt werden soll. So soll das Interesse am Lesen grundsätzlich und die Lesekompetenz gefördert werden. Die interfraktionelle Arbeitsgruppe zu diesem Thema soll ihre Arbeit wieder aufnehmen. Nachdem klar war, dass es zum Bürgerentscheid zum Bücherbus kommen würde, hatte die Arbeitsgruppe ihre Arbeit zunächst unterbrochen.

Die Arbeitsgruppe soll mit Hilfe von Experten (z.B. vom Institut für Leseförderung) in einem Workshop Konzepte für die Leseförderung erarbeiten. Dabei soll auch die Zusammenarbeit mit der „Stiftung Lesen“ geprüft werden, um auf diesem Wege mögliche Fördergelder zu erhalten.

Wichtig ist CDU und SPD die Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden, da es hier bereits vielfältige Aktivitäten zur Förderung der Lesekompetenz gibt. So sollen ein Bürgermeister und ein Mitarbeiter der Stadt- bzw. Gemeindeverwaltungen in der Arbeitsgruppe mitwirken.

Abschließend kündigen die beiden Fraktionen an, auch in den kommenden Jahren die notwendigen finanziellen Mittel für die Förderung des Lesens bereitzustellen.


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