Foto: CDU / Christiane Lang
Foto: CDU / Christiane Lang
 Es ist absolut richtig, die Reihenfolge des Impfens gegen das Covid-Virus so lange klar und streng zu reglementieren, wie der Impfstoff knapp ist. Nach dem Impfen der Ältesten sollen nun auch die Personengruppen mit einbezogen werden, die viele Kontakte, auch körpernahe, zu anderen Menschen haben: Ärztinnen, Pflegekräfte, der Rettungsdienst, Erzieherinnen und Lehrer sind von Berufs wegen einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt als andere Berufsgruppen. Auch die Einsatzkräfte unserer ehrenamtlichen Feuerwehren sind im Fall der Fälle diesen Risiken ausgesetzt, da Abstände nicht immer eingehalten werden können und als Ersthelfer oftmals ein direkter Kontakt zu den Verunglückten besteht.

 „Die Freiwilligen Feuerwehren sind ein elementarer Baustein der Sicherheit für die Bevölkerung im Kreis Soest, vom Verkehrsunfall bis hin zur Katastrophenlage sind wir auf den Einsatz und die Einsatzfähigkeit der ehrenamtlichen Helfer dringend angewiesen. Die CDU-Kreistagsfraktion kann den Wunsch und die Forderung nach einer möglichst schnellen Impfung der Feuerwehrleute nachvollziehen und verstehen“, so Timo Zimmerman, Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion für den Bereich Ordnung und Rettungswesen.

„Es geht nicht nur darum, die Einsatzfähigkeit der der Einheiten zu gewährleisten, sondern auch darum, die Kameradinnen und Kameraden samt ihren Familien vor einer Infektion zu schützen“. Da die Impfverordnung durchaus Spielraum zulässt und recht unscharf formuliert ist, appelliert die CDU an die Kreisverwaltung, die Feuerwehren in angemessenem Maße kurzfristig zu berücksichtigen,“ so die CDU. Michael Luig, Vorsitzender des Ausschusses für Ordnungsangelegenheiten und Rettungswesen, ergänzt: „Die Regelungen, wie sie bei Feuerwehrleuten in Anröchte, Rüthen und Ense angewendet wurden, könnten ein Vorbild sein, die Kameradinnen und Kameraden im gesamten Kreisgebiet zu schützen. Wir bitten die Verantwortlichen auf Kreisebene, die Möglichkeiten zugunsten der Feuerwehren zu prüfen und zu nutzen“.

Gleichwohl ist den Christdemokraten das Dilemma in Zeiten knappen Impfstoffes durchaus bewusst, es ist ein Abwägen von Interessen und ein Handeln nach Vorgaben der Verordnungen:  „Klar ist, wenn es, wie jetzt noch nötig, strenge Reihenfolgen und Priorisierungen gibt, muss immer dann, wenn jemand schneller an der Reihe ist, ein anderer länger warten*, so der Vorsitzende der CDU -Kreistagsfraktion, Uli Häken.

Trotzdem, so die CDU-Kreistagsfraktion abschließend, sollten die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner, die tagtäglich zum Wohl und zum Schutz aller Ihre Freizeit opfern, auf Augenhöhe mit anderen Berufsgruppen und Einsatzkräften behandelt werden, die ähnlichen Situationen ausgesetzt sind.

Nach oben