CDU-Kreistagsfraktion will vor die Lage kommen

Die CDU-Kreistagsfraktion bedankt sich bei allen Beschäftigten und Aktiven aus dem Gesundheitsbereich, die seit Monaten „am Anschlag“ arbeiten. Eingeschlossen sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung, die teils fachfremd im Gesundheitsbereich arbeiten oder aushelfen, um der Pandemie Herr zu werden.

Die rapid und für den Kreis Soest in ungewohnter Weise steigenden Infektionszahlen machen aus Sicht der CDU-Kreistagsfraktion eine Sondersitzung des Gesundheitsausschusses noch vor Weihnachten erforderlich.

 Ziel der Sondersitzung ist es, Informationen zu erhalten und wo erforderlich Unterstützung aus der politischen Ebene für die Pandemiebekämpfung im Kreis Soest zu geben. Im Rettungswesen spricht man in diesem Zusammenhang davon, „vor die Lage zu kommen“.

Als ersten Schritt wird dabei die Entscheidung des Gesetzgebers gesehen, dass jetzt auch Zahnärzte und Apotheker mit entsprechender Ausbildung impfen dürfen. „Wir müssen jetzt alle Kräfte nutzen,“ so der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Kreistag Ulrich Häken.

Der fachpolitische Sprecher der CDU, Dr. Bernhard Reilmann, sieht noch Lücken im operativen System, die es optimierend schnell zu schließen gelte. Reilmann: „Wir müssen auch an die Menschen denken, die keinen Hausarzt oder die Möglichkeit haben, zu einer Impfstelle zu kommen oder denen es aufgrund des Alters oder Vorerkrankungen nicht zuzumuten ist, bei kaltem Wetter draußen in langer Schlange stundenlang anzustehen. Hier müssen wir schnell und unbürokratisch niederschwellige Systeme entwickeln, um diese Menschen zu erreichen. Wir müssen Impfen, Impfen, Impfen, Testen, Testen und Nachverfolgen. Das sind die dringlichen Mittel, um aus dieser Schleife herauszukommen. Wenn wir hören, dass wegen der Vielzahl von Fällen, die Kontaktnachverfolgung nicht mehr in vollen Umfang gegeben ist, dann müssen auch hier weitere Kräfte aktiviert werden. Wir wissen aus den Kommunen, dass bereits jetzt festgestellt wird, dass sich Bearbeitungszeiten in anderen Bereichen der Kreisverwaltung verlängern. Dieses muss nach unserer Einschätzung im Rahmen einer Prioritätsverschiebung zu Gunsten unser aller Gesundheit jetzt in Kauf genommen werden.“

Bei der Suche nach geeigneten Beschleunigungs- und Optimierungsverfahren sei diese Sondersitzung zwingend erforderlich. Man habe im Gremium die Möglichkeit, kommunenscharf die Lage zu analysieren und im besten Fall zu optimieren. Unabdingbar sei natürlich ein ausreichender Vorrat an Impfstoff und Testmaterial, auch hierüber und über den Umgang mit dem verfügbaren Impfstoff müsse gesprochen werden, so die beiden CDU-Politiker.

 

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