CDU und SPD sprechen sich für die anonyme Spurensicherung aus

 Die Kreistagsfraktionen von CDU und SPD sprechen sich übereinstimmend dafür auch, auch im Kreis Soest die Möglichkeit der anonymen Spurensicherung zu schaffen. „Das Thema beschäftigt uns schon lange. Den Ausschüssen des Kreistags liegt ein entsprechender Antrag vor und wurde bereits mehrfach behandelt. Es ist an der Zeit zu einer positiven Entscheidung zu kommen“, erklären die Fraktionschefs von CDU, Ulrich Häken, und SPD, Christian Klespe. 

Die anonyme Spurensicherung (ASS) soll Spuren sexualisierter Gewalt mit Hilfe von Ärztinnen und Ärzten in Krankenhäusern oder durch niedergelassene Medizinerinnen oder Medizinern dokumentieren. Ziel ist es, die Beweise anonym und gerichtsfest zu sichern, ohne dass sich die Opfer zu diesem Zeitpunkt den Ermittlungsbehörden offenbaren müssen. Mit der ASS wird die Möglichkeit der Anzeige zu einem späteren Zeitpunkt offengehalten, da die Beweismittel gesichert wurden.

Die Kreisverwaltung soll gebeten werden, einen freien Träger für die anonyme Spurensicherung zu finden. Sobald die Kreisverwaltung einen entsprechenden Träger gefunden hat, soll sie einen Förderantrag zur Umsetzung des Projekt stellen. Gleichzeitig soll festgestellt werden, welche Krankenhäuser und niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte im Kreis bereit sind, das Projekt zu unterstützen.

CDU und SPD erwarten, dass die beteiligten freien Träger, Krankenhäuser, Arztinnen und Ärzte bereit sind, ein standardisiertes Verfahren sicherzustellen und den ärztlichen Dienst entsprechend zu schulen.

Wichtig ist es Häken und Klespe, dass die Einrichtung der anonymisierten Spurensicherung möglichst öffentlichkeitswirksam publiziert wird.

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