CDU-Kreistagsfraktion will Risiken der Klimafolgen minimieren

Foto: Christiane Lang
Foto: Christiane Lang
„Gegen Naturgewalten können wir nicht ankämpfen, aber wir wollen alles tun, was in unserer Macht steht, damit sich die schrecklichen Bilder von der Hochwasserkatastrophe und vor allen Dingen die vielen Todesopfer nicht bei uns wiederholen“, begründet Ulrich Häken, Fraktionschef der Christdemokraten im Soester Kreistag, die Forderung seiner Fraktion, im Rahmen der Haushaltsberatungen zwei neue Stellen zu schaffen.

Dabei soll sich eine neue Stelle insbesondere um das Thema Klimafolgenanpassung kümmern. Hier geht es dann darum, nicht unumkehrbare Entwicklungen vorherzusehen und ihre möglichen Risiken zu senken. Ein Beispiel dafür ist das erfolgreich abgeschlossene Projekt „Evolving regions“. Erklärtes Ziel ist es, mit dem vorliegenden Fahrplan das Thema Klimaanpassung in das Alltagshandeln zu integrieren und nachhaltig zu verankern. Konkrete Maßnahmen zu Hochwasserschutz, Starkregenvorsorge und Entsiegelung gehören ebenso dazu, wie die Sensibilisierung der Bevölkerung.

Eine zweite Stelle soll mit einer Fachkraft besetzt werden, die bestehende Hochwasserschutzanlagen und Gewässerläufe im gesamten Kreis Soest regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf Verbesserungsmaßnahmen entwickelt.

Häken: “Insgesamt soll ein System entwickelt werden, das als Informations-, Auskunfts- und Planungsplattform im städtebaulichen und siedlungsstrukturellen Zusammenhang Risiken ableiten kann, kritische Infrastrukturen identifizieren, Gefahren erkennen sowie perspektivisch ein schnelles Handeln von Kriseneinsatzkräften, Krisenreaktionskräften und sonstigen Verantwortlichen ermöglicht.“

 

An Sachmitteln sollen für die Gesamtaufgabe im ersten Jahr weitere 300.000 € bereitgestellt werden. Flankiert wird dieser Antrag mit dem bereits auf den Weg gebrachten Investitionen im Bereich Hochwasserschutz für die Feuerwehren. Hier geht es insbesondere um mobile Hochwasserschutzwände und eine Sandsackbefüllungsanlage.

 

Häken weiter: „Wir haben seinerzeit vorausschauend das Thema „Nachhaltigkeit“ im Kreis Soest auf die Tagesordnung gesetzt. Dafür wurde ein eigenes Dezernat für Regionalentwicklung geschaffen. Nun muss die erfolgreiche Grundlagenarbeit von Dezernent Dr. Jürgen Wutschka und unserem Klimaschutzmanager Frank Hockelmann, gemeinsam mit der neu ins Dezernat integrierten Abteilung Umwelt fortgesetzt werden.“

Nach oben