Kreis Soest Der hiesige CDU-Landtagsabgeordnete, Minister Eckhard Uhlenberg, hat sich gegen die Pläne der NRW-SPD ausgesprochen, das bestehende gegliederte Schulsystem durch eine Einheitsschule für alle Kinder zu ersetzen: "Die SPD greift das bestehende Schulsystem an und will Gymnasien, Real- und Hauptschulen abschaffen. Ich lehne dieses Vorhaben ab und werde alles dafür tun, dass diese Pläne niemals Realität werden."

Auf ihrem Landesparteitag hatte die NRW-SPD beschlossen, alle Schüler nach der vierten Klasse in einer Einheitsschule zusammenzufassen. Uhlenberg: "Die Konsequenz ist, dass ausschließlich Schulen mit über 1.000 Schülern weiterbestehen könnten. Alle kleineren Schulen würden platt gemacht. Bei uns im ländlichen Raum würde dies auch zu deutlich längeren Schulwegen für unsere Kinder führen. Die NRW-SPD plant ein System von Schulfabriken."
Abschaffen will die SPD auch alle bestehenden Privatschulen. "Gerade an diesen Schulen wird vielfach eine hervorragende Arbeit geleistet. Es ist unverständlich, warum die SPD gerade die besten Schulen schließen will. Das zeigt: Der SPD geht es nur um ihre Ideologie, nicht um unsere Kinder", kritisierte der CDU-Politiker.
Er kritisierte, dass die Einführung der Einheitsschule zu einem dramatischen Qualitätsverlust führen würde: "Es würde bedeuten, dass sich die Lerninhalte in unseren Schulen nur noch am Mittelmaß orientieren würden. Schwache Kinder würden nicht mehr ausreichend unterstützt, besonders leistungsfähige Schülerinnen und Schüler könnten nicht mehr genügend gefördert werden. Echte Spitzenleistung erfordert aber eine begabungsgerechte Förderung. Deswegen stehen wir als CDU weiter zum gegliederten Schulwesen. Wir stehen für Verbesserungen im bestehenden System, wir stehen für mehr Lehrer und weniger Unterrichtsausfall. Mit ihren Vorschlägen würde die SPD unsere Schulen ins Chaos führen. Wir wollen keine Experimente auf dem Rücken unserer Kinder."

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