CDU: Stelle für Verbraucherschutz im Kreis ist sinnvoll

Unser Foto zeigt v. l. n. r.: Dr. Martin Michalzik, Werner Hüsten, Irmgard Soldat, Ulrich Häken, Klaus Müller und Matthias Arkenstette
Unser Foto zeigt v. l. n. r.: Dr. Martin Michalzik, Werner Hüsten, Irmgard Soldat, Ulrich Häken, Klaus Müller und Matthias Arkenstette
Ein deutliches Plädoyer für die Einrichtung einer Verbraucherberatung im Kreis Soest hat jetzt die CDU-Kreistagsfraktion ausgesprochen. Eine entsprechende Beratungsstelle im Kreis Soest stärke die Verbraucher und sei auch eine Form von sozialer Stabilität und regionaler Wirtschaftsförderung, machte der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Ulrich Häken (Ense), deutlich.

Der CDU-Landtagsabgeordnete, Minister Eckhard Uhlenberg, hatte im letzten Sommer eine Verbraucherberatung für den Kreis Soest angeregt. Die CDU-Kreistagsfraktion hatte die Initiative aufgegriffen und die Kreisverwaltung beauftragt, mögliche Modelle für den Kreis Soest vorzustellen.

Vor der CDU-Kreistagsfraktion erläuterte Dr. Martin Michalzik vom Landesministerium für Umwelt- und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, dass der Kreis Soest in Sachen Verbraucherschutz einer der wenigen „weißen Flecken“ sei. In fast allen Kreisen würde es entsprechende Einrichtungen geben.

Klaus Müller und Matthias Arkenstette von der Verbraucherberatung NRW erläuterten die Arbeit einer solchen Einrichtung. Sie nehme in erster Linie die Aufgaben der Interessenvertretung, der Information und der Beratung der Verbraucher wahr. Aktuell würden die Menschen vor allem Beratung und Unterstützung in den Bereichen Telekommunikation, Kostenfallen im Internet und Haustürgeschäften suchen. Auch Informationen zu den Themen Energiekosten, Bauen, Wohnen und Mietrecht würden derzeit stark nachgefragt.

An die Verbraucherberatungsstellen würden sich Menschen aller Schichten und aller Altergruppen wenden, so Müller und Arkenstette. Sie warben für die Einrichtung einer entsprechenden Institution im Kreis Soest, denn sie sichere die örtliche Kaufkraft, stärke sinnvolle Investitionen, setze außergerichtlich die Verbraucherrechte durch und stärke die Finanzkompetenz der Menschen.

Das Kernangebot würde aus der persönlichen Beratung und Information bestehen, ergänzt werde es durch Honorarkräfte zu Spezialthemen. Die Vertreter der Verbraucherberatung teilten die Auffassung der CDU-Kreistagsfraktion, dass es nicht zu Doppelstrukturen kommen dürfe. Beratungsangebote, die freie Träger schon heute leisten, würden deshalb von der Verbraucherberatung nicht angeboten.

An der Finanzierung einer Verbraucherberatung im Kreis Soest würde sich das Land NRW mit bis zu 50 Prozent beteiligen.

Nach der grundsätzlichen Zustimmung der CDU-Kreistagsfraktion zu der Errichtung einer Verbraucherberatung im Kreis Soest, werden die Christdemokraten nun zeitnah beraten, ob eine Verbraucherberatung im Kreis Soest an ein oder zwei Orten erfolgen soll.

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