CDU-Landtagsabgeordneter Werner Lohn: „Reform muss sich an den Bedürfnissen der Patienten orientieren“

Landtagsabgeordnete der CDU informieren sich über die regionale ärztliche Versorgung

Unser Foto zeigt v.l.n.r.: Klaus Kaiser MdL, Dr. Peter Kleeschulte (HSK), Werner Lohn MdL, Dr. Wolfgang-Axel Dryden (2.Vorsitzender Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe) und Hubert Kleff MdL
Unser Foto zeigt v.l.n.r.: Klaus Kaiser MdL, Dr. Peter Kleeschulte (HSK), Werner Lohn MdL, Dr. Wolfgang-Axel Dryden (2.Vorsitzender Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe) und Hubert Kleff MdL
Über die Zukunft der ambulanten medizinischen Versorgung im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest informierten sich bei der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) die CDU-Landtagsabgeordneten Hubert Kleff (Olsberg), Klaus Kaiser (Arnsberg) und Werner Lohn (Geseke). Im Mittelpunkt der Diskussion mit dem Vorstand der KVWL – Dr. Ulrich Thamer und Dr. Wolfgang-Axel Dryden – stand die für ländliche Regionen immer problematischer werdende Situation bei der hausärztlichen Versorgung. Die Abgeordneten ließen sich erläutern, mit welchen Maßnahmen die Organisation der niedergelassenen Vertragsärzte der Überalterung der Ärzteschaft und dem spürbaren Nachwuchsmangel begegnen will.

Auch die in Planung befindliche Reform des ärztlichen Notfalldienstes kam zur Sprache. Als Vertreter des Hochsauerlandkreises brachte der Leiter des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Peter Kleeschulte, Vorschläge und Bedenken der Kommunen wie der Krankenhäuser der Region in die Diskussion ein. Der KV-Vorstand versicherte den Abgeordneten, über die endgültige regionale Gliederung des Notfalldienstes wie über die möglichen Standort zentraler Notfallpraxen mit den Beteiligten vor Ort Gespräche zu führen.
Sorgen machten sich die CDU-Politiker um die Auswirkungen der aktuellen Honorarreform auf die nordrhein-westfälischen Ärztinnen und Ärzte. Dr. Thamer wies auf die im Vergleich zu anderen Bundesländern in Westfalen besonders niedrigen Behandlungspauschalen (sogenannte Regelleistungsvolumen) hin. Kleff, Lohn und Kaiser versicherten den Ärztevertretern, dass Sie sich in ihrer Partei wie im Landtag für die dringend notwendige bundesweite Angleichung des Behandlungsbedarfs einsetzen werden. „Wichtig für unsere Ärzte wie auch für die zukünftige medizinische Versorgung unserer Bevölkerung sind vernünftige Arbeitsbedingungen für die Mediziner“, brachte Hubert Kleff die Diskussion auf den Punkt.
Neben der Sicherstellung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum, nahm die derzeit aktuell diskutierte "Reform des ärztlichen Notfalldienstes", wonach, so Werner Lohn, "die neuen Notfalldienstbezirke meines Erachtens teilweise unverhältnismäßig große Entfernungen mit sich brächten", breiten Raum in der Gesprächsrunde ein.
Werner Lohn: "Die diesbezüglich von der KV zugesagten Gespräche mit den Verantwortlichen vor Ort begrüße ich sehr und halte sie auch für dringend notwendig. Nach Information durch die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KV) soll es bereits am19.3.09 in Münster zu einem Gespräch mit den Bürgermeistern der Kommunen des ländlichen Raums zur Frage der Notfalldienstreform kommen."
Mit Erleichterung habe ich zur Kenntnis genommen, dass es sich bei dem derzeit kritisch diskutierten Vorschlag bisher nur um einen Entwurf handelt bei dem Änderungen noch möglich sind und, dass eine Reform der Notfalldienstbezirke sicherlich nicht vor Anfang 2010 umgesetzt werden soll.
Lohn: "Wichtig ist, dass sich die Reform an den Bedürfnissen der Patienten orientiert. Sicherlich müssen auch die Arbeitsbelastungen der Ärzte bedacht werden, aber funktionierende Strukturen, wie in großen Teilen des Kreises Soest, sollte man nicht zerschlagen."
Die CDU-Abgeordneten wie der KVWL-Vorstand vereinbarten weitere enge Kontakte und Gespräche zur Verbesserung der Versorgungssituation im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest.

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