Wirtschaft und Ethik war Thema beim 32. Hellweg-Tag der Kreis-CDU

IHK-Präsident Kersting sprach beim 32. Hellweg-Tag der CDU

IHK-Präsident Ralf Kersting sprach vor dem 32. Hellweg-Tag der CDU.
IHK-Präsident Ralf Kersting sprach vor dem 32. Hellweg-Tag der CDU.
"Wirtschaft und Ethik im Mittelstand" lautete der Titel des 32. Hellweg-Tages des CDU-Kreisverbandes Soest. Als Gastreferenten begrüsste der CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Bernhard Schulte-Drüggelte den Präsidenten der Industrie- und Handelskammer Hellweg-Sauerland, Ralf Kersting.

In seiner Begrüßung hatte der CDU-Kreischef deutlich gemacht, dass es mit dem Verständnis der CDU nicht vereinbar sei, dass Vorstandsvorsitzende großer Unternehmen ihr Unternehmen erst in die "Pleite führen und dann noch hohe Abfindungen erhalten" und gleichzeitig eine Kassiererin einer Discounterkette wegen 1,30 Euro eine Kündigung erhielte.
Hausherr Werner Bastian rief dazu auf, nicht immer nur von der schlechten Lage zu sprechen:"Eine florierende Wirtschaft entsteht durch Vertrauen und nicht durch Pessimismus". Mitarbeiter seinen für den Mittelstand "keine variable Masse die man heuern und feuern kann", machte er deutlich.
Die erste Aufgabe eines Unternehmers sei es, Gewinne zu machen, stellte Kersting seinem Vortrag voran. Er ging auf die die drei wesentlichen Unterstände zwischen mittelständischen Familienunternehmern und Managern ein.
Der Mittelständler sei ein "Kümmerer", der durch seine wirtschaftlichen Aktivitäten auch gesellschaftliches Ansehen ernte. Er würde gefragt, wie viele Mitarbeiter er habe und nicht wie hoch seine Gewinne seien. Deshalb verliere er auch an öffentlicher Reputation, wenn er Mitarbeiter entlasse. Der Manager hingegen kenne diese Zerrissenheit nicht, da er in das soziale Umfeld des Unternehmens und der Mitarbeiter nicht eingebunden sei.
Den mittelständischen Unternehmer bezeichnete Kersting auch als "Hüter des Unternehmens" mit dem er stark verbunden sei und das er nach seiner aktiven Phase in die Hände der nächsten Generation weitergeben wolle. Sein Ziel sei demnach nicht Gewinnmaximierung, sondern Gewinnoptimierung, um das Unternehmen auch für die nachfolgenden Generationen zu erhalten. Der Manager hingegen kenne die Verantwortung gegenüber der nächsten Generation nicht, da er keine persönliche Beziehung zu dem Unternehmen habe.
Die tiefe Verwurzelung in die lokale Umgebung und das daraus resultierende gesellschaftliche und soziale Verantwortungsgefühl sei ein weiteres Kennzeichen des mittelständischen Familienunternehmers. Auch dieses Merkmal fehle dem klassischen Manager, da er nicht in das soziale Umfeld seiner Firma eingebunden sei.
Kersting stellte zusammenfassend fest, dass der Mittelständler in seinem Handeln stark durch sein soziales Umfeld beeinflusst werde.

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