Unternehmer sollen bei der Auftragsvergabe auch an die Sozialwerkstatt denken

Sozialpolitiker der CDU-Kreistagsfraktion besuchten Sozialwerkstatt

Die Sozialwerkstatt Soest des Evangelischen Perthes-Werks will einen Teufelskreis durchbrechen: Menschen die auf dem Arbeitsmarkt ein „Vermittlungshemmnis“ haben, bekommen im ersten Arbeitsmarkt fast keine Chance und sind somit ein Leben lang auf staatliche Transferleistungen angewiesen. Die Sozialpolitiker der CDU-Kreistagsfraktion mit ihrer Sprecherin Irmgard Soldat an der Spitze, hatten sich auf den Weg nach Soest gemacht, um mehr über die Arbeit der Sozialwerkstatt zu erfahren.

Auch die Sozialwerkstatt spürt die Auswirkungen der weiten Wirtschaftskrise. Deshalb appellierten die CDU-Politiker an die Unternehmen in der Region: „Die Sozialwerkstatt kann nur erfolgreich wirken, wenn sie Aufträge hat. Manches kann hier ebenso preiswert und qualitativ hochwertig produziert werden, wie in Niedriglohnländern. Es wäre gut, wenn die Unternehmer bei ihrer Auftragsvergabe auch an die Sozialwerkstatt Soest denken würden.“
 
Die Leiterin der Sozialwerkstatt, F. Riddermann, und der Technische Leiter, H. Sindermann, stellten die Arbeit der Einrichtung mit ihren Zielen vor. Trotz besonderer Vermittlungshemmnisse soll eine Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt ermöglicht werden. Dazu werde ein niederschwelliges Angebot zur Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt gemacht. Groß werde eine individuelle sozial- und arbeitspädagogische Betreuung geschrieben und auch die eigenverantwortliche Teilnahme am Arbeitsprozess werde geschult.
 
Die Vertreter der Sozialwerkstatt wiesen darauf hin, dass es sich bei ihnen nicht um Arbeitsverhältnisse, sondern um Sozialrechtsverhältnisse handele. Dadurch solle die Mobilität und Beschäftigungsfähigkeit erhalten werden. So könne neben der Förderung der sozialen und beruflichen Fähigkeiten auch die Arbeitsbereitschaft und Arbeitsfähigkeit überprüft werden.
 

Nach oben