„Konflikten vorbeugen, Konflikte auf Distanz halten und Konflikte eingrenzen,“ dies sind nach den Worten des Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages, Ruprecht Polenz, die vordringlichen Aufgaben der deutschen Außenpolitik.

Der Bundestagsabgeordnete aus Münster war Gast bei der jüngsten Sitzung des CDU-Kreisvorstandes. Bernhard Schulte-Drüggelte, CDU-Kreisvorsitzender, hatte seinen Abgeordnetenkollegen in den Kreis Soest eingeladen, um „unser Hintergrundwissen in Sachen Außenpolitik zu erweitern und Informationen aus erster Hand zu erhalten“.
Die Sicherheit seiner Bürgerinnen und Bürger zu wahren, sei eine klassische Aufgabe des Staates, so Polenz. Danach richte sich auch die deutsche Außenpolitik aus. Nach den Terroranschlägen in den USA am 11. September 2001 habe sich vieles verändert. Es sei deutlich geworden, dass es die früher typischen Konflikte zwischen Staaten immer mehr in den Hintergrund treten würden. Vielmehr wären die Krisenherde der Welt heute durch kriegerische Auseinandersetzungen innerhalb von Staaten und durch den internationalen Terrorismus gekennzeichnet.
Auch die aktuelle Diskussion um den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan wurde angesprochen. Polenz machte deutlich: „Ohne Frieden in Afghanistan gibt es keine Sicherheit für uns. Die Bundeswehr verteidigt in Afghanistan unsere Sicherheit.“ Er machte darauf aufmerksam, dass viele NATO-Staaten in Afghanistan engagiert seien und wenn sich Deutschland zurückziehen würde, würde sich Deutschland der NATO-Solidarität entziehen. Diese NATO-Solidarität habe Deutschland aber jahrelang in den Zeiten des Kalten Krieges die Freiheit und den Frieden gesichert.

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