Das Klima- und Energiepaket der Europäischen Union, dass in den nächsten Wochen endgültig verabschiedet werden soll, kann in Südwestfalen sehr viele Arbeitsplätze schaffen. Diese Position vertritt der heimische CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese.

Auf der Basis eines Beschlusses des EU-Gipfels von März 2007, den Bundeskanzlerin Angela Merkel federführend herbeigeführt hat, will die Europäische Union den Ausstoß des klimaschädlichen CO2 um 30 Prozent senken, wenn andere Industriestaaten wie die USA mitmachen. 20 Prozent der Energie soll bis 2020 aus erneuerbaren Quellen stammen. Für Liese ist diese Zielsetzung enorm wichtig. Nicht nur um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, sondern auch die ständig steigenden Energiekosten in den Griff zu bekommen und die Abhängigkeit vom russischen Gas und Öl aus dem Nahen Osten zu verringern.
„Gleichzeitig können in unserer Region viele Arbeitsplätze geschaffen werden. Das Geld, das wir heute an Gasprom und die Ölscheichs schicken, ist bei den heimischen Waldbauern, im Handwerk und im Mittelstand viel besser aufgehoben. Viele Firmen aus unserer Region leisten enorme Beiträge für Energieeffizienz und erneuerbare Energien.“ Aber Liese betont, dass am Vorschlag der Europäischen Kommission eine Reihe von Korrekturen notwendig sind. So müssten beim sogenannten Emissionshandel die Besonderheiten von Kalk- und Zementindustrie im Vergleich zur Stromerzeugung berücksichtigt werden. „Kalk, Zement und auch Stahl kann man nicht ohne CO2-Emissionen produzieren, Strom sehr wohl. Deswegen müssen hier andere Regeln gelten“.
Um die Betroffenen aus der Region an einen Tisch zu bringen und die anstehenden Entscheidungen in der Europäischen Union zu diskutieren, lädt Peter Liese zu einer Fachveranstaltung am Montag, dem 27. Oktober 2008, um 16.00 Uhr im Hotel Sangermann (Olpe-Veischede) alle Interessierten ein. Als Referenten nehmen aus dem Kreis Soest u.a. teil: Michael von Buttlar von der Firma BHTC aus Lippstadt, Dirk Spenner von der Firma Spenner Zement aus Erwitte, Matthias Kynast vom Bundesverband WindEnergie (BWE), Regionalverband Südwestfalen aus Erwitte, Hans-Bernd Hartmann vom Landwirtschaftszentrum Haus Düsse aus Bad Sassendorf.

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