Lohn: „Funktionierende Straßenverbindungen sind bei uns besonders wichtig“

Deshalb: Regelmäßige Besprechungen mit Straßen.NRW

Leiter Straßen.NRW Niederlassung Sauerland-Hochstift in Meschede Thomas Rensing und CDU-Landtagsabgeordneter Werner Lohn.
Leiter Straßen.NRW Niederlassung Sauerland-Hochstift in Meschede Thomas Rensing und CDU-Landtagsabgeordneter Werner Lohn.
Der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Werner Lohn, Geseke, führt mindestens jährlich Gespräche mit dem Leiter von Straßen.NRW, Niederlassung Sauerland-Hochstift in Meschede, Thomas Rensing. "Gerade bei uns im ländlichen Raum sind wir auf gut funktionierende und gut ausgebaute Straßenverkehrsverbindungen angewiesen", so Lohn, der mit einem Augenzwinkern hinzufügt: "Bekanntlich fährt zwischen Rüthen und Lippstadt noch keine Straßenbahn, deshalb sind wir alle in besonderem Maße auf das Auto angewiesen."
Im Mittelpunkt des kürzlich stattgefundenen Gesprächs standen aktuelle Straßenbauprojekte in  Anröchte, Erwitte, Geseke, Lippstadt, Rüthen und Warstein.

Anröchte, Rüthen:
Der Zustand der L 735 zwischen Berge und Weickede wurde durch die Fahrbahndeckenerneuerung erheblich verbessert. (Hinweis: Die baulichen Maßnahmen wurden teilweise auf Anröchter und teilweise auf Rüthener Gebiet durchgeführt.)
Für den nun möglichen Bau eines so genanten "Bürgerradweges ", der von den Ortsvorstehern Tillmann und Zimmermann aus Berge und Nettelstädt/Weickede bereits seit Jahren gefordert wird, stehen aus dem Landesprogramm „Bürger-Radweg“Mittel in Höhe von 40.000 € zur Verfügung.
Die Brückenbauwerksanierung im Pöppelschetal ist mittlerweile abgeschlossen und wurde so ausgelegt, dass auf der westlichen Seite eine Verbreiterung vorgenommen wurde, die ausreichend Platz für einen Rad-/Fußweg bietet. Mit Rüthen ist der Landesbetrieb Straßen.NRW sich bereits einig; in Anröchte müssen noch weitere Grundstücksverhandlungen für den Radweg geführt werden.
 
Erwitte:
Außerdem informierte sich der heimische Landtagsabgeordnete Werner Lohn über den weiteren Fortgang bzw. über den aktuellen Planungsstand der B 55n in Erwitte.
Der Landesbetrieb wird die Ergebnisse der zwischenzeitlich vorliegenden Artenschutzuntersuchung indas Planfeststellungsverfahren einarbeiten.
Untersucht wurden neben der Verfahrenstrasse, die westlich um Stirpe führt, auch drei andere in der Diskussion befindliche Alternativtrassen. Die Öffentlichkeit wird über den aktuellen Planungsstand des für Erwitte äußerst wichtigen Entlastungsprojektes B 55n zeitnah unterrichtet werden. Lohn will sich mit weitergehenden öffentlichen Äußerungen zurück halten, da "über die B55n schon mehr als genug geredet wurde".
Zu der zwischen Erwitte und Eikeloh seit einigen Wochen durchgeführten Deckenerneuerung auf der B 1 erklärt Lohn, dass dort eine Erneuerung der Straßendecke in der bisherigen Ausbauform, also ohne Grünstreifen und Radweg, als "absolut sinnvolle" Lösung auf eine positive Resonanz in der Bevölkerung trifft. "Hier wird dem Wunsch des Rates der Stadt Erwitte gefolgt, der auf Initiative der CDU durchgesetzt hat, dass der so genannte "Mehrzweckstreifen für langsame Fahrzeuge" erhalten bleibt, damit landwirtschaftliche Fahrzeuge und langsame Lkw auch in Zukunft überholt werden können.
 
Geseke:
Lohn äußerte für den Bereich der Hauptstraße in Geseke-Ehringhausen, dass der schlechte baulichen Zustand offenkundig sei und er den Ex-Verkehrsminister Wittke (CDU) schon 2006 bei einem Ortstermin darauf hingewiesen habe. Die Maßnahme soll nun in Zusammenarbeit mit der Stadt Geseke durchgeführt werden, da auch die Entwässerung neu verlegt werden muss. Für die Deckenerneuerung sind bisher 100.000 € eingeplant. Eine entsprechende Vereinbarung zwischen der Stadt Geseke und Straßen.NRW muss kurzfristig noch unterzeichnet werden, damit der Baubeginn - wie geplant – kurzfristig erfolgen kann.
Noch in diesem Jahr wird die L 749 (Richtung Flughafen Paderborn-Lippstadt) auf einer Länge von 2 Kilometern (von der Panzerstraße bis zum Jesusknaben) erneuert, da die Fahrbahndecke durch die Bauarbeiten im Bereich des Jesusknaben stark in Mitleidenschaft gezogen worden ist.
Erfreut zeigt sich Lohn darüber, dass nach Intervention der CDU Geseke und des Landschaftsbeirates im Kreis Soest die alte Eichenallee am Jesusknaben - entgegen der ursprünglichen Planung - bis auf einige wenige Bäume erhalten werden konnte.
Rensing sagte zu, hinsichtlich der B 1 in Richtung Salzkotten, die Planungen für eine Linksabbiegerspur auf das Gelände des ehem. Spannbetonwerkes und die Anlegung eines Radweges bis zum Hotel "Feldschlösschen“ bis voraussichtlich Oktober 2010 abzuschließen. Die Maßnahme wird vorbehaltlich der vorhandenen Haushaltsmittel im Jahr 2011 eingeplant.
Die Ortsdurchfahrt der Bürener Straße (L 549) in Geseke - zwischen dem neuen Anschluss Kahrweg und dem Kreisverkehr in Richtung Süden - ist bereits seit Jahren im Landesbauprogramm enthalten, war aber bisher nicht mit hoher Priorität versehen.
Nach Hinweis von Werner Lohn im Jahr 2009 hat sich Thomas Rensing, Niederlassungsleiter Straßen.NRW, selbst vor Ort von dem desolaten Straßenzustand überzeugt. Geplant ist jetzt eine Deckenerneuerung und ggf. die Markierung roter Radfahrstreifen. Beides ist nach Auskunft von Rensing aber erst ab 2012 angedacht. Dazu Werner Lohn: "Das wäre sehr gut und richtig. Es muss aber darauf geachtet werden, dass die Bauarbeiten dann auch vor dem 600-jährigem Jubiläum der St.Sebastinanus Schützenbruderschaft im Juli 2012 beendet sind."
Fürdie Anlegung einer Tank- und Rastanlage an der A 44 Höhe Eringerfeldsinddie Planungen bereits im Entwurf abgeschlossen, nächster Schrittist das Planfeststellungsverfahren.
Grundstücksverhandlungen laufen allerdings noch, so dass kurzfristig nicht mit dem Baubeginn zu rechnen. Lohn sprach in diesem Zusammenhang dafür aus, dass, falls ein neuer Abwasserkanal in Richtung Geseke verlegt werde müsse, auch an ein Leerrohr für die DSL-Versorgung von Eringerfeld gedacht werden müsse. 
 
Lippstadt:
Bezüglich der Ortsumgehung von Lipperbruch, der so genannten modifizierten "Tangerttrasse" werden die zurzeit noch offenen verkehrlichen Fragen von Straßen.NRW abgearbeitet.  Andere Projekte, die in eine höhere Priorität als "2*" (wie die Tangertrasse) eingestuft worden sind, haben nach Auskunft von Straßen.NRW jedoch Vorrang. Eine Realisierung ist daher in der näheren Zukunft wohl nicht zu erwarten.
Der Ausbau im B55 - Kreuzungsbereich „Wasserturm“ in Lippstadt mit neuer Verkehrsführung konnte ohne Mehrkosten für die Beseitigung des „Buckels“ durchgeführt werden; lediglich durch höhere Ausschreibungsergebnisse ergab sich eine Kostensteigerung von ca. 250.000 € für das Land. Die Kosten für die "Buckelbeseitigung" sind nach Angaben von Straßen.NRW in voller Höhe vom verursachenden Bauunternehmer übernommen worden.
 
Rüthen:
Eine Verbannung der LKW über 7,5 Tonnen von der L735 bei ihrer Fahrt aus dem Möhnetal (Rüthen) in Richtung Norden ist lt. Rensing nicht möglich und angedacht, da lt. aktueller Verkehrszählungen die Fahrzeugbelastung auf der L 735 zwischen Rüthen und Anröchte (1.392 Fahrzeuge/täglich in beiden Richtungen) keinen Anlass dafür gebe. Der Landesdurchschnitt in NRW auf Landstraßen läge bei rund 6.000 Fahrzeugen pro Tag. Werner Lohn hat Thomas Rensing den Wunsch der Anlieger an der L 735 vorgetragen und versteht, dass man als Anwohner der stark Lkw-belasteten Landstraße mit dieser Auskunft von Straßen.NRW nicht zufrieden sein kann.
 
Warstein:
Thematisiert wurde auch der Neubau der B 55 – Ortsumgehung Warstein sowie die Ortsumgehung Suttrop. Da gibt es nicht viel Neues.
Die weiteren Planungen sind jetzt auch abhängig von dem, was die Stadt Warstein aus den Plänen einer "neuen Mitte" an der B55 im Bereich Rathaus, ehemaligem Hotel und dortiger Apotheke macht. Wenn dadurch auf die Pläne für ein Einkaufszentrum im Rissegelände verzichtet werde, würde der Bau der B 55n dort im ehemaligen Steinbruch wahrscheinlich deutlich leichter zu realisieren sein. Dann könne man auf die aufwändige "Steilwandabsicherung" möglicherweise verzichten, erfuhr Werner Lohn von Straßen.NRW.

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