Die Katze ist aus dem Sack: Lohn: „Grüne wollenBestand der Gymnasien nicht garantieren“

Wie die Medien in den letzten Tagen berichteten, soll der Bestand der Gymnasien in Nordrhein-Westfalen durch Die Grünen nicht garantiert werden. Der Landesvorsitzende der Grünen Sven Lehmann hat es im Zusammenhang mit der Einführung der Gemeinschaftsschule prinzipiell abgelehnt, eine Bestandsgarantie für die Gymnasien in NRW zu geben.

Auf dem Landesparteitag der Grünen am vergangenen Wochenende, "hängten die Grünen den Mantel des Scheigens über dieses brisante Thema", so Lohn.
„Schulministerin Löhrmann (Grüne) will den unangenehmen Themen anscheinend aus dem Weg gehen. Die Bürgerinnen und Bürger werden über die Abschaffung der Gymnasien und die Einführung einer Einheitsschule bewusst im Unklaren gelassen,“ erklärt Lohn.
Lohn: „Ich kann die Beweggründe von Kommunalpolitikern aller Parteien nachvollziehen, wenn sie an die Einrichtung von Gemeinschaftsschulen in ihren Kommunen denken.Gleichzeitig weise ich jedoch daraufhin, dass Gemeinschaftsschulen als "kleine Gesamtschulen" angelegt sind. SPD und Grüne wollen mit schönen Worten und Wohltaten für Lehrer und Kommunen den Weg in ein Einheitsschulsystembereiten.
Die jüngsten Äußerungen der Grünen sollten Anlass genug sein, sich in den betroffenen Kommunen  -insbesondere mit gut funktionierenden Gymnasien oder Realschulen mit der Absicht, so genannte "Gemeinschaftsschulen" einzurichten nochmals kritisch auseinanderzusetzen.“
Die CDU-Landtagsfraktion hat der rot-grünen Minderheitsregierung einen "Schulfrieden" und Kompromissbereitschaft angeboten: "Aber eine Gefährdung oder gar Abschaffung von Gymnasium und Realschule wird es mit uns nicht geben," so Werner Lohn.
Werner Lohn: „Die Entscheidungsträger vor Ort handeln meiner Meinung nach weitsichtig, wenn sie, das OVG Urteil in Sachen "Gerichtsurteil gegen die Gemeinschaftsschule Finnentrop" und die endgültige Ausgestaltung der angekündigten Schulgesetznovelle abzuwarten. Wenn die grüne Schulministerin es ernst meint, dass die Gemeinschaftssschule künftig nur eine von mehreren möglichen weiterführenden Schulen sein soll, dann muss auch für alle Schulformen Chancengleichheit bestehen. Eine einseitige Bevorzugung und Bezuschussung der Gemeinschaftsschule auf Kosten von Gymnasium, Realschule oder Verbundschule und Schulen in privater Trägerschaft darf es nicht geben. Das wäre keine Voraussetzung für den lange überfälligen Schulfrieden, der von Eltern, Lehrern und Kommunalpolitikern sowie der CDU-Landtagsfraktion zu Recht eingefordert wird.

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