CDU Werkstattgespräch: Integration ist eine Pflichtaufgabe

Unser Foto zeigt die Podiumsteilnehmer des Werkstattgesprächs: Eva Irrgang, Bülent Arslan, Amandeep Sharma, Manfred Burs und Brigitte Evers-Seelig.
Unser Foto zeigt die Podiumsteilnehmer des Werkstattgesprächs: Eva Irrgang, Bülent Arslan, Amandeep Sharma, Manfred Burs und Brigitte Evers-Seelig.

„Das Thema Integration ist für uns, für den Kreis Soest, wichtig“. Mit diesen Worten begrüßte der stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende Manfred Burs die Teilnehmer beim Werkstattgespräch der Kreis-CDU zum Thema „Integration ist wichtig!“ Schon heute hat jeder fünfte Einwohner des Kreises Soest einen Migrationshintergrund. Grund genug für die CDU, sich im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe „Kreis Soest 2030“ dem Thema zuzuwenden.


Landrätin Eva Irrgang stellte die umfangreichen Maßnahmen des Kreises zur Integration vor. Der Kreis habe auf kommunaler Ebene eine Vorreiterrolle in der Integrationsarbeit. Dies unterstreiche auch ihre Berufung in den „Beirat der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration“ als Vertreterin der Kommunalen Spitzenverbände. Es verwundert deshalb nicht, dass sie die Integration als „Chefinsache“ bezeichnet. Bereits seit fünf Jahren habe die Kreisverwaltung ein „Integrationsteam“, das sich verstärkt um die Migranten kümmere. Dabei werde vielfältige Hilfestellung geleistet. Als Stichworte nannte sie das Projekt „Zuhause im Kreis Soest“, das Willkommenspaket und besonders die Unterstützung von jungen Migranten bei ihrem Bildungsweg. Ausdrücklich warb sie dafür „Fremdheit zuzulassen“.

„Integration ist ein Bündnis auf Gegenseitigkeit“, stellte Amandeep Sharma, einer der eingeladenen Podiumsteilnehmer, fest. Sharma ist stellvertretender Vorsitzender der Jungen Union in Lippstadt und Deutscher mit einem indischen Integrationshintergrund. Er beklagte, dass Migranten heute oft noch unter Vorurteilen zu leiden hätten und rief zu mehr Offenheit auf.

Brigitte Evers-Seelig, Lehrerin an der Kopernikusschule Lippstadt, bezeichnete die Sprache als Schlüssel zur Integration. Unterschiedliche Kulturen würden natürlich auch „Besonderheiten“ mit sich bringen, aber darauf müsse und könne man sich einstellen. Als Beispiel nannte sie bei Ganztagsschulen die Mittagsverpflegung, insbesondere während des Ramadan.

Die Wirtschaft erkenne zunehmend Vorteile der „interkulturellen Fähigkeiten“, die die meisten Migranten hätten, erläuterte der Vorsitzende des Deutsch-Türkischen-Forums der CDU, Bülent Arslan. Darin würden für die Wirtschaft große Potentiale liegen, denn viele Migranten würden neben Deutsch und ihrer Muttersprache noch wenigstens eine weitere Sprache sprechen. In Zeiten der zunehmenden Globalisierung sei dieses ein großer Vorteil. Aber auch für die Integration sei das Erlernen der deutschen Sprache von besonderer Bedeutung. Der Schlüssel würde bei den Eltern liegen. Die Eltern müssten ihren Kindern die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben vorleben. Er plädierte dafür, die Aktivitäten der Familienzentren auszuweiten, um frühzeitig in Kontakt mit Migrantenfamilien zu kommen.

In der anschließenden Diskussion wurde wiederholt die Bedeutung der Sprachkenntnisse herausgestellt. Der CDU-Landtagsabgeordnete Werner Lohn fasste die Diskussionsergebnisse zusammen: „Integration ist eine Pflichtaufgabe!“


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