Landschaftsschutz darf Gewerbeentwicklung nicht behindern

CDU-Kreistagsfraktion vor Ort

Möglicher Landschaftsschutz darf die Ansiedlung von Gewerbebetrieben in Werl, nördlich der Firma ATU, nicht im Wege stehen, darüber waren sich die CDU-Kreistagspolitiker nach einem Ortstermin einig. Die Werler CDU-Kreistagsabgeordneten Irmgard Soldat, Bruni Wiemer und Gerd Petermann hatten ihre Kollegen eingeladen, um sie auch die Problematik aufmerksam zu machen.


Das Landschaftsplanverfahren für Werl sieht im Entwicklungsziel u.a. vor den ehemaligen belgischen Flugplatz am Scheidingerweg als Landschaftsschutzgebiet auszuweisen. Die Unterschutzstellung dieses als Ausgleichsfläche vorgesehene Gebietes würde für die Stadt Werl bedeuten, dass dort keine Bebauung möglich ist.

Ein Investor, so die Stadtverwaltung Werl, habe jetzt aber Interesse bekundet, dort ein größeres Bauvorhaben zu realisieren.

Um dem Vorhaben entgegenzukommen hat die Arbeitsgruppe Landschaftsplanung des Umweltausschusses des Kreises Soest beschlossen, die Schutzgebietsausweisung für den Bereich des Bauvorhabens nördlich der Firma ATU zurückzunehmen und das Entwicklungsziel abzustufen.

Die CDU-Kreistagsfraktion begrüßt ausdrücklich die Entscheidung, für die Stadt Werl ein Gewerbegebiet freizugeben. Sie hat sich vor Ort durch Heinrich Löwe (Lippstadt), CDU- Kreistagsmitglied der Arbeitsgruppe Landschaftsplanung auf dem Gebiet des ehemaligen Flugplatzes detaillierte Informationen zu dem geplanten Bauvorhaben und daraus resultierenden Auflagen für die Stadt Werl geben lassen.

So müsse u.a. das in der Nähe des Wäldchens vorhandene geschützte Biotop erhalten bleiben. Die am Bauvorhaben angrenzenden Bereiche verblieben als Ausgleichsfläche und würden entsprechend unter Schutz gestellt, so dass eine künftige Inanspruchnahme für gewerbliche Erweiterungen nicht mehr möglich sei.

Eine weitere Voraussetzung für die Änderung der Ausweisung sei, dass in einem Bauleitplanverfahren ein doppelter Ausgleich für diese Fläche zu erbringen ist, d.h. die bereits entwickelte Ausgleichsfläche müsse ersetzt werden und die vorgesehene Baumaßnahme müssten zusätzlich ausgeglichen werden.

 


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