Die Zukunft des Flughafens Paderborn/Lippstadt war ein Schwerpunkt bei einem Arbeitsgespräch von Mitgliedern der CDU-Kreistagsfraktion am Flughafen Paderborn/Lippstadt. Geschäftsführer Fritz Henze und Prokurist H. Horstschäfer begrüßten die Politiker. Der Kreis Soest ist mit mehr als 12 Prozent an der Flughafen-Gesellschaft beteiligt.


Im Gegensatz zu anderen Regionalflughäfen schreibe der heimische Airport schwarze Zahlen und müsse von den Gesellschaftern nicht subventioniert werden, berichtete Henze nicht ohne Stolz. Die Gewinne würden vollständig in die Rücklage gehen oder direkt wieder investiert.
Auch der geplante Bau eines neuen Flughafens in Kassel-Calden wurde thematisiert. Unverständnis äußerten die Flughafenvertreter über das Vorhaben in Hessen. Der Bau werde über 150 Millionen Euro an Steuergeldern verschlingen, obwohl nur rund 100 Kilometer entfernt der Flughafen Paderborn/Lippstadt für eine gute Versorgung im Luftfahrtbereich garantieren würde.
„Wir werden alle Geschäftsfelder der Luftfahrt ausnutzen, um der hessischen Konkurrenz entgegenzutreten,“ erläuterte H. Horstschäfer. Der Vorsitzende der CDU-Kreistagfraktion Ulrich Häken und sein Stellvertreter Werner Hüsten, auch Mitglied im Aufsichtsrates des Flughafens, stimmten mit Henze und Horstschäfer überein, dass es jetzt besonders wichtig sei, einen guten Service anzubieten, wie die kostenlosen Parkplätze am hiesigen Airport. „Wer einen guten Service anbietet, der ist im Wettbewerb vorn,“ so Häken und Hüsten. Zudem gehe es darum, Überkapazitäten zu vermeiden, um so unnötige Kosten zu umgehen.
Die verkehrliche Anbindung sei kein Problem, meinte Henze. Die meisten Kunden würden ohnehin mit dem Privat-PKW anreisen und dann die kostenlosen Parkplätze nutzen. Zudem würde der Flughafen von Schnellbussen angefahren. Auch viele Reisebüros hätten mittlerweile einen Pendelverkehr für ihre Kunden eingerichtet.

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