Die CDU-Landtagsfraktion setzt sich mit einem Antrag dafür ein, dass in Nordrhein-Westfalen wieder mehr Delikte aufgeklärt und weniger Menschen Opfer von Straftaten werden. „Die Realität in den Polizeidienststellen sieht leider so aus, dass gut ausgebildete Polizisten viel zu oft mit reiner Verwaltungstätigkeit beschäftigt sind. Für den Schutz der Bürgerinnen und Bürger und die konsequente Verfolgung von Straftätern haben sie zu wenig Zeit. Wir können es uns nicht erlauben, dass studierte Polizeikommissare stundenlang am Kopierer stehen und alle Schreibarbeiten selbst machen. Unsere Polizei gehört auf die Straße und in die Kriminalkommissariate“, fordert der CDU-Landtagsabgeordnete und gelernte Kriminalhauptkommissar Werner Lohn aus Geseke-Langeneicke. „Denn nur dort wird Sicherheit erzeugt, Kriminalität bekämpft und Dienst am Bürger getan. Nicht hinter Aktenbergen auf dem Schreibtisch. Durch die Schaffung von Polizeiverwaltungsassistenten sollen die Polizeibeamten entlastet werden.“


Lohn, der hierzu auch im Landtag gesprochen hat betont, „dass es sich nicht um eine "Billigpolizei" und auch nicht um die Abschaffung der zweigeteilten Laufbahn, also nur noch gehobener und höherer Dienst bei der Polizei, handelt. Im Gegenteil: Es ist eher eine Aufwertung echter Polizeiarbeit im Wach- und Wechseldienst, wie auch bei der Kriminalpolizei.“

Die aktuellsten Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik des Bundes zeigen, dass Nordrhein-Westfalen das Flächenland mit der höchsten Kriminalitätsrate ist. In Nordrhein-Westfalen entfielen 2012 auf 100.000 Einwohner 8.510 Straftaten, während es beispielsweise im traditionell sichersten Land Bayern lediglich 4.977 Straftaten sind. „Leider werden bei uns die wenigsten Straftaten aufgeklärt. Mit 49,1 Prozent wird unter Rot-Grün nicht einmal jede zweite Straftat aufgeklärt“, so Lohn. „Besonders drastisch sind die Zahlen bei den Wohnungseinbrüchen. Die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen beispielsweise beträgt landesweit bei 13,8 Prozent. Die Polizei ermittelt landesweit also nur bei jedem siebten bis achten Wohnungseinbruch einen Tatverdächtigen“, stellt Lohn fest.

Für reine Verwaltungstätigkeiten und Zuarbeiten können und müssen nach Vorschlag von Lohn vermehrt Polizeiverwaltungsassistenten eingesetzt werden. „Wir wollen pro Jahr 200 so genannte Polizeiverwaltungsassistenten, abgekürzt PVA, einstellen. Bis zum Jahr 2017 also 1000. Gleichzeitig wird dadurch der Personalbestand bei der Polizei jährlich um 100 Mitarbeiter erhöht. Es schafft Freiräume für echte Polizeiarbeit und ist ganz im Sinne der Steuerzahler auch noch preiswerter“, sagt der CDU-Landtagsabgeordnete abschließend.


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