Landrätin will Zukunftskonzept für den Kreis entwickeln

Landrätin Eva Irrgang (Foto) will für den Kreis Soest ein Zukunftskonzept entwickeln, dies sagte sie jetzt vor dem CDU-Kreisvorstand. „Mittlerweile gibt es Daten, die Entwicklungen bis zum Jahr 2025 prognostizieren. Auf dieser Basis wollen wir ein Zukunftskonzept entwerfen, um den Kreis für die nächste Generation gut aufzustellen.“


Gut acht Monate ist Eva Irrgang jetzt als Landrätin im Amt. Vor dem Kreisvorstand zog sie eine erste Bilanz ihrer Arbeit. Einen Schwerpunkt ihrer Arbeit sieht sie in der verstärkten interkommunalen Zusammenarbeit, „weil es in Zeiten knapper Kassen gilt, alle Ressourcen auszuschöpfen.“ Aktuell arbeitet der Kreis mit den Städten Lippstadt und Soest sowie dem Märkischen Kreis in dem Projekt „Digitale Postbearbeitung“ zusammen. Dabei soll eine organisatorische und technische Lösung für die gemeinsame Abwicklung des Postein- und ausgangs in digitaler Form geschaffen werden. Ziel ist es, bei mindestens gleicher Qualität Kosten zu sparen. Auch die Zusammenarbeit der fünf südwestfälischen Kreise in der „AG Südwestfalen“ und die Aussichtung der Regionale 2013 werde die Zusammenarbeit in der Region stark verbessern.
Derzeit bemüht sich der Kreis um das Gütezeichen „Mittelstandsorientierte Kreisverwaltung“. Das Gütezeichen erhalten Verwaltungen, die bestimmte Zielvorgaben und Fristen erfüllen. Dabei geht es z. B. um die Zahlung von Rechnungen, Bearbeitungs- und Informationsfristen bei Eingaben und Beschwerden. „Viele Kriterien erfüllen wir bereits jetzt, wir wollen aber weitere Anstrengungen unternehmen, um unsere Mittelstandsfreundlichkeit auch bescheinigt zu bekommen,“ stellte die Landrätin fest.
Nicht ohne Stolz berichtete Eva Irrgang über die Initiative „Offenes Kreishaus“. „Ich möchte, dass die Menschen wissen, wofür der Kreis zuständig ist und was eine Landrätin macht“, begründete sie die Initiative. 28 Besuchergruppen, darunter acht Schulklassen, werden sich bis September im Kreishaus umgesehen haben und über die Arbeit der Kreisverwaltung informiert. Auch ihre Bürgersprechstunde sei gut angelaufen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger würden mit ihren Anliegen auf diesem Wege direkt bei ihr vorstellig.
„Im Kreishaus herrscht eine regelrechte Aufbruchstimmung“, stellte der CDU-Kreisvorsitzende Bernhard Schulte-Drüggelte MdB in der anschließenden Diskussion fest.

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