Landesentwicklungsplan: Lohn führt Gespräch mit der Erwitter Zementindustrie

600-700 Arbeitsplätze in Erwitte gefährdet

In einem sehr konstruktiven Gespräch tauschte sich die Erwitter Zementindustrie mit dem heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Werner Lohn (Geseke-Langeneicke) und der CDU-Fraktionsvorsitzende Marita Lange sowie Ratsmitglied Thomas Kersting über die Problemfelder des Landesentwicklungsplans (LEP) und die negativen Auswirkungen auf die örtliche Zementindustrie aus. Das Gespräch fand auf Wunsch der Erwitter Zementindustrie statt.


Der vorgesehene Entwurf des LEP führt faktisch zu einer drastischen Reduzierung der genehmigten Rohstoffvorräte in Erwitte. Dies führt zu einer massiven Bedrohung der heimischen Zementindustrie, z Zt. Ca. 600-700 direkt Beschäftigte hat; und wovon  ca. 3.000–4.000 Arbeitsplätze (Zulieferbetriebe, Handwerksbetriebe etc.) betroffen sind.

Konkret sieht die Bedrohung so aus, dass bisher 25 Jahre Planungssicherheit für Vorrangflächen und 25 Jahre Planungssicherheit für die Reserve-Abbauflächen gilt; künftig reduziert soll sich diese Planungssicherheit auf nur no hb35 Jahre oder noch weniger reduzieren, wenn aufgrund weiterer Beschränkungen nur weniger geeignete Flächen zum Steinabbau zur Verfügung stehen.

Als weitere Belastung ergibt sich aus dem LEP die bundesweit erstmalige Einführung von Tabugebieten; z. B.  in Wasser-, Boden- und Naturschutzgebieten. Der Bereich der Stadt Erwitte ist hiervon mehrfach betroffen; ca. 50 % der bisher durch den genehmigten Regionalplan abgesicherten Abbauflächen sind Wasserschutzgebiete (Eikeloh) und würden so zum Tabugebiet.

Werner Lohn erklärt hierzu: „Die vorgesehenen Belastungen aus dem LEP der rot-grünen  Landesregierung sind unsachgerecht und gefährden die heimischen Arbeitsplätze und neben den Zementwerken viele weitere mittelständische Betriebe. Es gibt keinerlei Begründung für die Reduzierung des Abbauzeitraumes von 50 Jahre auf 35 Jahre; hierbei handelt es sich vielmehr um einen faulen politischen Kompromiss bei dem sich wieder einmal die Grünen-Ideologen in der Landesregierung   durchgesetzt haben.“

Da die gemeinsame Stellungnahme von Regionalrat und Bezirksregierung noch aussteht, sagte Lohn zu, mit Regierungspräsident Bollermann (SPD) in Kontakt zu treten und ihn im Namen der Erwitter Zementindustrie zu einem Meinungsaustauch einladen.

Werner Lohn abschließend: „Ich finde, das in der Sache ein überparteilicher Konsens angestrebt werden sollte, meinen Teil dazu werde ich gerne beitragen.“


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