CDU-Kreistagsfraktion bekräftigt: Wasser geht vor Steine

Unser Foto zeigt v.l.n.r. die CDU-Kreistagsmitglieder Timo Zimmermann, Bernhard Schladör, Ulrich Häken sowie Olaf Reen und in der Mitte Alfred Striedelmeyer.
Unser Foto zeigt v.l.n.r. die CDU-Kreistagsmitglieder Timo Zimmermann, Bernhard Schladör, Ulrich Häken sowie Olaf Reen und in der Mitte Alfred Striedelmeyer.
In der aktuell wieder aufgelebten öffentlichen Diskussion um den Schutz des Grundwassers im Warsteiner Massenkalk und den Steinabbau hat die CDU-Kreistagsfraktion dem Geschäftsführer des Lörmecke Wasserwerks, Alfred Striedelmeyer, den Rücken gestärkt. CDU-Fraktionschef Ulrich Häken macht deutlich: „Für uns hat der Schutz des Grundwassers eindeutig Vorrang vor den Interessen der Steinindustrie.“ Die Christdemokraten hatten sich eigens zu einen Fraktionssitzung beim Lörmecke Wasserwerk in Erwitte zusammengefunden, um sich von Alfred Striedelmeyer über die jüngsten Entwicklungen informieren zu lassen.

Hintergrund ist eine Klage von sieben Warsteiner Steinunternehmen, gegen die Erteilung einer wasserrechtliche Bewilligung der Bezirksregierung. Diese Bewilligung hat das Lörmecke Wasserwerk beantragt. Der Wasserversorger will aufgrund von Eintrübungen im Wasser eine Qualitätssicherungsanlage bauen. Die Investition in Höhe von 5,5 Millionen Euro sei nach Striedelmeyers Worten aber nur zu rechtfertigen, wenn Lörmecke langfristig das Wasserrecht habe. Die bisherige Bewilligung laufe 2025 aus. Damit sich die Investition rechne, hatte Lörmecke die Bewilligung bis 2045 beantragt und auch erhalten.
Die Steinindustrie klagt nun gegen die Bezirksregierung, da sie nach eigener Aussage keine Möglichkeit gehabt habe, Einwendungen gegenüber der Entscheidung geltend machen zu können. Sie habe seinerzeit „nicht mitbekommen“, dass die Bezirksregierung über die Bewilligung zu entscheiden habe. Das wundere ihn, so der Lörmecke-Geschäftsführer, denn die Beantragung sei öffentlich diskutiert worden.
Die CDU unterstützt Lörmecke dabei, den Schutz des Grundwassers weiter zu verfolgen. Bernhard Schladör, Kreistagsmitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrates des Lörmecke-Wasserwerks, wies seine Fraktionskollegen noch einmal darauf hin, dass der Wasserversorger eine 100 prozentige Tochter des Kreises sei und rund 100.000 Menschen im südlichen Kreisgebiet mit qualitativ hochwertigen und auch preiswerten Wasser versorge. Auch deshalb sei es für die CDU keine Frage, dass Lörmecke die volle Unterstützung der Christdemokraten habe.

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