CDU: Werte müssen umgesetzt werden

Unser Foto zeigt v.l.n.r.: Eckhard Uhlenberg MdL, Prof. Dr. Peter Schallenberg, Silvia Klein, Bernhard Schulte-Drüggelte MdB und Dr. Thomas Wachtendorf.
Unser Foto zeigt v.l.n.r.: Eckhard Uhlenberg MdL, Prof. Dr. Peter Schallenberg, Silvia Klein, Bernhard Schulte-Drüggelte MdB und Dr. Thomas Wachtendorf.
„Nehmen Sie Ihre Werte ernst und setzen Sie sie in praktische Politik um“, lautete die eindeutige Aufforderung an die CDU bei ihrem Diskussionsforum über „Politik aus christlicher Verantwortung“. Als versierte Gesprächspartner begrüßte der CDU-Kreisvorsitzende Bernhard Schulte-Drüggelte MdB den Moraltheologen Prof. Dr. Peter Schallenberg und den Philosophen Dr. Thomas Wachtendorf.

Silvia Klein, stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende aus Ense, erläuterte einleitend, dass die CDU Nordrhein-Westfalen derzeit ein Grundsatzprogramm erarbeite. „Hier geht es um die politische DNA von uns Christdemokraten“, rief sie den Veranstaltungsteilnehmern zu.

Thomas Wachtendorf lobte die CDU, dass sie das Thema „nicht nur im eigenen Dunstkreis“ diskutiere. Er forderte die CDU auf, die „Würde des Menschen“ deutlicher herauszustellen. Wer die Würde des Menschen einfordere, müsse den Menschen auch vor Demütigungen schützen. Bezogen auf die Umsetzung der Grundwerte in die tägliche Politik kommentierte er: „Wer sich für Gerechtigkeit einsetzt, muss auch für gleiches Geld für gleiche Arbeit einstehen“. Zudem appellierte er an die Christdemokraten, sich für mehr Verteilungsgerechtigkeit einzusetzen, wenn sie mehr Chancengerechtigkeit befürworte.

Auch Peter Schallenberg forderte auf, Grundwerte in der praktischen und täglichen Politik umzusetzen. Wer sage „Solidarität endet nicht an Grenzen“, müsse entsprechend bei der aktuellen Flüchtlingssituation handeln. Die Aufnahme von verfolgten Flüchtlingen, müsse für eine Partei mit dem „C“ eine Selbstverständlichkeit sein, wurde aus dem Publikum in der Diskussion festgehalten. Schallenberg ergänzte, es sei ergänzend auch ein Weg, Hilfe in den Herkunftsländern zu leisten und dort zu unterstützen. Der Theologe sprach zudem das Staatsverständnis an. Der Staat habe auch die Aufgabe, die „Entfaltung der Person“ zu ermöglichen. Und wenn der Gerechtigkeitsgedanke thematisiert werde, bedeute dies, das Recht auf die Entfaltung der Persönlichkeit zu garantieren.

Einigkeit bestand darin, dass weder aus der Theologie noch auch der Philosophie praktische Politik abgeleitet werden könnte, aber ein Wertegerüst und ohne Wertegerüst gehe es nicht. „Es ist unsere Aufgabe, unsere Werte in die praktische Politik umzusetzen, daran arbeiten wir“, fasst Silvia Klein die Diskussion zusammen.


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