Die Welt zu Gast in Werl

CDU-Kreistagsfraktion besuchte das Forum der Völker

Unser Bild zeigt die Mitglieder der CDU-Kreisfraktion mit Pater Reinhard
Unser Bild zeigt die Mitglieder der CDU-Kreisfraktion mit Pater Reinhard
Vor 4.000 Jahren wurde Uruk als erste Großstadt der Welt erbaut, vor gut 2.000 Jahren fanden Mumien in prunkvollen Sarkophagen in Ägypten ihre letzte Ruhestätte. Von Mesopotamien und Persien, vom Judentum bis zu den ersten Spuren Chinas, schließlich Südamerika und Afrika. Hinter jeder Ecke im Forum der Völker in Werl steckt eine neue Geschichte. All das erfuhren die Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion bei ihrem jüngsten Besuch im „Forum der Völker“ in Werl.

Von keinem besser erzählt als von Pater Reinhard, dem Hüter all dieser Schätze. Zusammengetragen in der ganzen Welt, von „seinem“ Orden, den Franziskanern, die für die Wallfahrt zuständig sind und eben diesem Museum, dem bedeutendsten und größten Völkerkundemuseum in ganz Westfalen. Wohl einzigartig mit seinen facettenreichen Exponaten, eigentlich ein Wegweiser zum Frieden auf der Welt. Nicht umsonst ruft das Museum auf zum Dialog zwischen den Religionen, den Völkern und Kulturen.

Sich gegenseitig zu respektieren, und aufeinander zuzugehen, sind wohl die Voraussetzung für Frieden auf der Welt. In Werl kann man diesen Gedanken förmlich begreifen. Und wenn nicht, hilft Pater Reinhard gerne nach. Er ist ein ausgewiesener Kenner der Materie, viele Auslandsreisen haben seinen Horizont sprichwörtlich erweitert, er kennt sich aus mit den verschiedenen Religionen und Völkern. Gern erläutert er den Besuchergruppen jede noch so spezielle Frage und hat meist noch Anekdoten aus seinen vielen Begegnungen dabei. Das Museum „Forum der Völker“ ist in wissenschaftlichen Fachkreisen ein geschätzter Mitspieler, nicht von umsonst bewerben sich in jedem Jahr mehr als 30 Ethnologen um eine Anstellung im Werler Haus. Doch nun droht Ungemach.

Bekanntlich hat die Ordensleitung auf Grund von Nachwuchsmangel und demografischer Entwicklung mitgeteilt, sich aus der Wallfahrtsstadt zurückzuziehen. Bis 2019 soll dieser Prozess abgeschlossen sein. Und während es erste Hinweise gibt, dass bei der Wallfahrt hier das Erzbistum Paderborn einspringen könnte, fehlen solch klaren Bekenntnisse bei der Zukunft des Museums. Doch Ulrich Häken, Chef der Fraktion der Christdemokraten, die jetzt einen Besuch im Museum machten, sieht Möglichkeiten. „Zunächst freut es mich, dass unser Erzbischof Heinz-Josef Becker Weihbischof Matthias König mit der „Abwicklung“ der Werler Franziskanergeschichte beauftragt hat. Weihbischof König kennt ähnlich wie Pater Reinhard die Welt, und wird sich intelligenten Nachfolgelösungen nicht verschließen.

So sollte es möglich sein, unter Beteiligung von Bistum, Pfarrei, Stadt, Kreis, dem Landschaftsverband, dem Land und wissenschaftlichen

Einrichtungen, sowie dem rührigen Förderverein eine tragfähige Trägerstruktur aufzubauen.“


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