Kreis-CDU diskutiert „Pro und Contra Einwanderungsgesetz“

Diskussionsabend mit Serap Güler MdL

Serap Güler MdL
Serap Güler MdL
„Deutschland ist faktisch ein Einwanderungsland. Mehr als eine Million Menschen kommen jährlich im Rahmen der Freizügigkeit in der EU zu uns, um hier zu leben und zu arbeiten. Für alle Nicht-EU-Bürger bedarf es dazu einer Bluecard, die allerdings meist nur für hochspezialisierte Gutverdiener ausgestellt wird. Flüchtlinge können erst frühestens nach 3 Monaten einen Job bekommen, und nur dann, wenn ihn kein EU-Bürger haben will“, so CDU-Kreischef Ansgar Mertens.

„Daher sollten wir gerade wegen der aktuell täglich geführten Flüchtlingsdebatte die Frage diskutieren, wie wir aus der aktuellen Situation lernen und Zuwanderung künftig für die Lösung unserer gesellschaftlichen Probleme möglicherweise besser steuern können. Wir müssen heute schon an morgen denken“, so der CDU-Kreisvorsitzende. Er lädt mit diesem Gedanken zu einem entsprechenden Diskussionsforum am kommenden Montag, 19.00 Uhr, in das „Forum der Völker“ (Werl, Melsterstraße 15) ein. Gemeinsam mit der CDU-Landtagsabgeordneten Serap Güler aus Köln will die Kreis-CDU das Thema „Einwanderungsgesetz“ diskutieren. Ansgar Mertens: „Wir haben natürlich eine Reihe von Fragen. Mir ist es wichtig zu hören, was unsere Mitglieder und auch die Menschen im Kreis Soest dazu sagen.“ Neben der grundsätzlichen Überlegung, ob es die Notwendigkeit für ein Einwanderungsgesetz gibt, soll erörtert werden, was überhaupt in solch einem Gesetz normiert werden soll, und welche Auswirkungen eine gesteuerte Zuwanderung für Deutschland haben könnte. Und auch über die Möglichkeiten der schon heute notwendigen Integration soll gesprochen werden. „Uns ist bewusst, dass die Diskussion aufgrund der aktuellen Flüchtlingsdebatte schwierig wird. Doch wir werden über kurz oder lang die Frage beantworten müssen, wie wir zu einem Einwanderungsgesetz stehen. Wir wollen dann vorbereitet sein“, begründet Mertens seine Motivation zur Durchführung dieser Veranstaltung. „Darüber hinaus könnte ein Einwanderungsgesetz auch die Asylverfahren entlasten“, so Mertens. Die Diskussionspartnerin Serap Güler ist in Marl als Kind einer türkischen Einwandererfamilie aufgewachsen. Nach Abitur und Studium arbeitete sie zunächst in der nordrhein-westfälischen Landesregierung, ehe sie 2012 in den Landtag gewählt wurde. Sie gehört auch dem CDU-Bundesvorstand an.

Zusatzinformationen
Nach oben