Sprache, Regeln und Gesetze sind das A und O für eine gute Integration

CDU-Kreischef Ansgar Mertens setzt Dialogreihe fort

„Wer hier leben will, muss sich an unsere Regeln halten“, waren sich der Vorsitzende der Kreis-CDU, Ansgar Mertens, und der stellvertretende Vorsitzende der muslimischen Gemeinde Werl, Nedim Yigit, schnell einig. Mertens jüngster Termin im Rahmen seiner Gesprächsreihe „Auf ein Wort mit der CDU“ führte ihn nach Werl in die Moschee. Dort traf er Nedim Yigit, der auch Vorsitzender des Integrationsrates der Stadt Werl ist.

Die deutsche Sprache und die Kenntnis der grundlegenden Regeln und Gesetze seien unabdingbar für eine gelungene Integration, stellten die Gesprächspartner übereinstimmend fest. Mertens ergänzte, dass viele Menschen in Deutschland Angst vor der Entwicklung von „Parallelgesellschaften“ hätten. Auch deshalb sei es dringend notwendig, Menschen, die dauerhaft in Deutschland bleiben würden, zu integrieren. „Die Fehler der sechziger Jahre, als wir die Gastarbeiter sich selbst überlassen haben, dürfen wir nicht wiederholen“, machte Mertens deutlich. Ebenso deutlich sei aber auch, dass „wer sich integrieren will, der muss offen sein“. Yigit stimmte ihm zu und wies darauf hin, dass nur integriert werden könne, wer Unterstützung erhalte. Notwendig seien vor allem Angebote, die deutsche Sprache zu lernen. Die Integration der Kinder der zweiten und dritten Zuwanderergeneration sieht er als weitgehend gegeben an. „Sie gehen in die Schule, sind dort mit deutschen Kindern zusammen, spielen mit deutschen Kindern.“ Die Moschee in Werl versuche für Transparenz zu sorgen, um so auch „Ängste vor dem Unbekannten“ abzubauen. Vor drei Jahren hat in der Stadthalle Werl das Fastenbrechen bewusst öffentlich stattgefunden. Die große Resonanz von 700 Gästen habe ihm Recht gegeben, dass in der Öffentlichkeit ein großes Interesse bestehe. Gleichzeitig appellierte er allerdings gerade auch an deutsche Politiker, sie sollten nicht nur kurz vor Wahlen die Moschee besuchen, sondern auch unabhängig von Wahlterminen den Dialog suchen. In der Moschee würde es ein großes Interesse an Diskussionen über deutsche Politik geben.

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